Die Tarifkommission der IG Metall Baden-Württemberg hat am Dienstag die Forderung für die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie beschlossen. Die Entgelte der rund 900.000 Beschäftigten und die Ausbildungsvergütungen sollen um 5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten steigen.
In einer Mitteilung der IG Metall Baden-Württemberg heißt es dazu: „Die Forderung nach einer spürbaren tabellenwirksamen Entgelterhöhung steht dabei gemeinsam mit dem Anliegen nach mehr Sicherheit für Beschäftigte und Betriebe im Mittelpunkt.“ Die IG Metall Baden-Württemberg wolle in der Tarifbewegung mit den Kapitalverbänden über die Zukunft der Metall- und Elektroindustrie, die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten sowie über notwendige Investitionen sprechen.
Die Beschäftigten sind mit deutlich gestiegenen Preisen konfrontiert. Die Löhne müssten sich laut IG Metall deshalb so weiterentwickeln, dass die Beschäftigten ihre Kaufkraft erhalten und am wirtschaftlichen Fortschritt teilhaben können.
Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, sagte: „Die Belastungen der vergangenen Jahre sind für viele Kolleginnen und Kollegen im Alltag weiterhin spürbar. Beim Tanken, beim Einkauf und bei den Wohnkosten zeigt sich, ob das Einkommen ausreicht. Eine angemessene Entgelterhöhung ist deshalb notwendig, für die Beschäftigten ebenso wie für die wirtschaftliche Stabilität insgesamt.“
Die IG Metall Baden-Württemberg will dabei die „unterschiedliche Lage“ der Unternehmen in der Tarifrunde berücksichtigen. Wo Arbeitsplätze und Standorte gefährdet seien, brauche es aus Sicht der Gewerkschaft verbindliche Zukunftskonzepte.
Für Beschäftigte und Auszubildende in „wirtschaftlich gut aufgestellten“ Betrieben strebt die IG Metall Baden-Württemberg eine „tarifliche Gewinnbeteiligung“ an. „Die wirtschaftliche Lage ist nicht überall gleich“, so Resch. „Deshalb müssen auch die Möglichkeiten der Unternehmen berücksichtigt werden. In Betrieben mit einer guten wirtschaftlichen Entwicklung ist es jedoch gerechtfertigt, die Beschäftigten und Auszubildenden am erwirtschafteten Erfolg zu beteiligen.“ Überdies soll das Tarifergebnis eine soziale Komponente enthalten, mit der Beschäftigte in den unteren Entgeltgruppen besonders berücksichtigt werden.
Die erste Verhandlung in Baden-Württemberg findet am 7. Oktober statt. Die Friedenspflicht endet am 31. Oktober. Ab dem 1. November sind Warnstreiks möglich.







