Vierte Insolvenz

Die Kaufhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf erneut ein Insolvenzverfahren beantragt, das vierte innerhalb von sechs Jahren. Rund 12.000 Beschäftigte arbeiten in den 83 noch verbliebenen Filialen. Nach Angaben des Unternehmens soll der Insolvenzantrag den rechtlichen Rahmen schaffen, um die Lage zu ordnen und Galeria zu stabilisieren. Gründe nannte die Geschäftsführung nicht, über die weitere Entwicklung will sie „zeitnah“ informieren. Der Geschäftsbetrieb läuft vorerst weiter.

ver.di sieht die Verantwortung für die erneute Insolvenz beim Management und bei den Eigentümern. Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.

Die angebliche „Sanierung“ der Kaufhauskette geht zulasten der Beschäftigten. Viele verdienen laut ver.di deutlich weniger als Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel mit Flächentarifvertrag, teilweise rund 30 Prozent.

Wie stark Galeria inzwischen geschrumpft ist, zeigen Zahlen des Handelsforschungsinstituts EHI: 2019 machte der Konzern mit 174 Filialen noch 4,5 Milliarden Euro Umsatz, 2025 mit weniger als der Hälfte der Standorte nur noch 2 Milliarden Euro.

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"Vierte Insolvenz", UZ vom 9. Oktober 2026



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