An diesem zweiten Wochenende im Januar gedenken wir der Kriegsgegner Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Die revolutionären Arbeiterführer und Mitbegründer der KPD wurden am 15. Januar 1919 von Freikorps ermordet – Sie sind und werden nicht vergessen! Höhepunkt des Gedenkens ist die traditionelle Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am Sonntag, den 11. Januar 2026 zu den Gräbern von Rosa und Karl. Sie wird in diesem Jahr auch eine Manifestation der Solidarität mit Venezuela und Kuba sein. In einer Erklärung verurteilt das LL-Bündnis den Angriff der USA auf Venezuela und die Entführung des gewählten Präsidenten Nicolás Maduro. Das Bündnis fordert: „Schluss mit jeglichen aggressiven Handlungen und den Sanktionen gegen Venezuela!“
Bereits vor der Demonstration gibt es in Berlin ein volles Programm für Kriegsgegner. Daran wird sich am Samstag auch der venezolanische Botschafter Ramón Orlando Maniglia Ferreira beteiligen. Die DKP erwartet ihn zu ihrem traditionellen Jahresauftakt, dem LLL-Treffen. Im Folgenden geben wir einen Gesamtüberblick über das Friedenswochenende:
Internationale Veranstaltung der DKP
Am Freitag, den 9. Januar lädt die DKP zu einer Internationalen Veranstaltung in das Theater Ost. Zu der Frage „Was bedeutet eine multipolare Weltordnung im Kampf gegen den Imperialismus?“ diskutieren Vertreterinnen und Vertreter der Botschaften Chinas, Kubas und Vietnams.
Wir freuen uns auf:
- Professor Miguel E. Torres Tesoro, Botschaftsrat, Stellvertreter der Botschafterin der Republik Kuba
- Sun Shouliang, Gesandter Botschaftsrat, für die Botschaft der VR China
- Professor Dang Hoang Linh, Gesandter Botschaftsrat, für die Botschaft der SR Vietnam.
Es moderiert Matthew Read, DKP Berlin, Mitglied der Internationalen Kommission der DKP.
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Theater Ost, Moriz-Seeler-Straße 1, S-Bahnhof Berlin-Adlershof. Spendenempfehlung: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Weitere Infos: theater-ost.de.
Rosa-Luxemburg-Konferenz der Tageszeitung „junge Welt“
Die Rosa-Luxemburg-Konferenz (RLK) der „jungen Welt“ am Samstag, den 10. Januar steht unter dem Motto „Kopfüber in den Krieg – Gegen Rüstungswahn und mediale Mobilmachung“. Sie findet erneut in den Wilhelm Studios Berlin statt und wird von DKP und SDAJ unterstützt.
Erwartet werden neben weiteren Referenten die UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten Gebiete Palästinas, Francesca Albanese, und die italienische Gewerkschafterin Cinzia Della Porta. Sie wird über den Widerstand von Gewerkschaften gegen Wiederbewaffnung und Kriegswirtschaft sprechen. „Welche Rolle spielen die Medien bei der Militarisierung der Gesellschaft?“ ist das Thema des Journalisten Pablo Iglesias aus Spanien. Die SDAJ organisiert eine Podiumsdiskussion gegen Wehrpflicht im Rahmen des Hauptprogramms und ein Jugendprogramm mit Workshops unter anderem zu Kuba, Palästina und zur Rechtsentwicklung in Ostdeutschland.
„Butter statt Kanonen: Was tun gegen Aufrüstung, Militarisierung und Kriegsgefahr?“ ist das Thema der Podiumsdiskussion zum Abschluss der Konferenz mit Tatjana Sambale, DKP-Parteivorstand, Yusuf As, DIDF, und Nadja Rakowitz vom Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte. Das komplette Programm gibt es hier.
Die Tickets kosten 49,99 Euro. Ermäßigte Tickets gibt es für 29,99 Euro, Soli-Tickets für 69,99 Euro. Die Konferenz beginnt um 10.30 Uhr und endet um 20 Uhr mit dem gemeinsamen Singen der Internationale. Ort des Geschehens: Wilhelm Studios, Kopenhagener Straße 60-68, 13407 Berlin (S-Bahn Wilhelmsruh).
Die komplette Konferenz kann auch im Live-Stream verfolgt werden.
Lenin-Luxemburg-Liebknecht-Treffen der DKP
Ebenfalls in den Wilhelm Studios beginnt im Anschluss an die RLK der politische Jahresauftakt der DKP, das LLL-Treffen. Karten können und sollen auf der Konferenz am Infostand der DKP und dem Stand des UZ-Shops gekauft werden.
Wir freuen uns auf die Teilnahme und ein Grußwort des venezolanischen Botschafters Ramón Orlando Maniglia Ferreira. Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP, wird zu den Aufgaben der Friedenskräfte 2026 sprechen. Auch Andrea Hornung, Vorsitzende der SDAJ, wird Grüße überbringen. Kraft brauchen wir für dieses neue Jahr. Und deshalb ist es gut, dass auch Yoram Bejarano und Kutlu Yurtseven von der Microphone Mafia mit antifaschistischen und Friedensliedern bei uns sind – Esther & Rolf presente!
Spendenempfehlung: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Luxemburg-Liebknecht-Demonstration
Die LL-Demo beginnt am Sonntag, den 11. Januar pünktlich um 10 Uhr am Frankfurter Tor und führt traditionell zu den Gräbern von Rosa und Karl auf dem Friedhof der Sozialisten in Berlin Friedrichsfelde. Baustelle hin oder her … Vor dem Friedhof wird es bei der DKP wärmende Getränke und heiße Suppe geben!
Die Demonstration steht unter dem Motto „Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!“ Die DKP ruft zur Teilnahme auf und lädt dazu ein, in ihrem Block zu laufen. Hände weg von Venezuela! Freiheit für Nicolás Maduro!
Den Aufruf für die Demonstration gibt es hier.
Schluss mit den US-Angriffen auf Venezuela!
Erklärung des Bündnisses zur Vorbereitung der Demonstration im Rahmen der Luxemburg-Liebknecht-Ehrung am 11. Januar 2026
Das US-Imperium setzt in Venezuela willkürlich das Völkerrecht außer Kraft. Das südamerikanische Land wird militärisch angegriffen und sein Staatsoberhaupt wird in Gangstermanier entführt, um in den immer autoritärer regierten USA vor Gericht gezerrt zu werden. Wir fordern: Freiheit für Nikolás Maduro und Cilia Flores.
Es geht nicht um Drogenkartelle und nicht um innerstaatliche Demokratie in Venezuela. Es geht um Geopolitik und Öl, und um seltene Erden. Es geht um imperiale Vorherrschaft. Die USA mit der NATO und anderen Verbündeten im Schlepptau bewegen sich politisch, ökonomisch und militärisch mit einer Skrupellosigkeit, die fassungslos macht und die Gefahr eines nuklearen Infernos erhöht. Und die deutsche Bundesregierung ist Komplize dieser zutiefst verbrecherischen Politik.
Doch das darf uns nicht mutlos machen. Wir werden auf der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am 11. Januar 2026 zum Friedhof der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde unsere tief empfundene Solidarität mit allen Menschen in Venezuela bekunden, die für die Souveränität ihres Landes einstehen.
Wir fordern: Schluss mit jeglichen aggressiven Handlungen und den Sanktionen gegen Venezuela.









