Zu „Sparen bis es friert“, UZ vom 17. Juni

Wie weit noch?

Dietmar Hänel, Flöha

Es ist ja nicht nur die „Ukrainekrise“, sondern es ist eine globale Krise für die gesamte Menschheit, was wir täglich in den Medien zur Kenntnis nehmen können. Da reisen europäische und deutsche Politiker nach Kiew, um ihre Solidarität mit der Ukraine zu bekunden. Doch konsequente Maßnahmen zur Beendigung des Mordens in diesem Krieg bleiben aus. Im Gegenteil. Es werden Waffenlieferungen und Geld zugesichert, um das Töten fortzuführen. Alles unter dem Motto: Mit dem Russen kann man sowieso nicht verhandeln. Nicht einmal ansatzweise wurden bei den vorgenannten Reisen Lösungsvorschläge vorgebracht.

Als ich kürzlich las: „Sie glauben, sie haben die Macht, dabei regieren sie nur“, wurde mir bewusst, wie viel Wahrheit in diesem Satz steckt. Die Macht haben die Rüstungsfirmen und Banken, die aus dem Krieg und dem weltweiten Elend enorme Profite erwirtschaften. Neueste Waffensysteme werden entwickelt und verkauft, denn das Sterben muss weitergehen. Und das Volk – es soll verpestete Luft aus Kohlekraftwerken atmen, es soll frieren und mit zu erwartendem Schimmel in den Wohnungen leben. Selbst die Verseuchung von Trinkwasser durch Fracking wird in Betracht gezogen. Ich frage mich: Wie weit wollen Politiker diese langsame Reise der Menschen in den Tod noch vorantreiben?

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"Wie weit noch?", UZ vom 24. Juni 2022



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