Zurückhaltung hier – Prügel da

Am vergangenen Samstagnachmittag demonstrierten in Berlin Tausende gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung, unter ihnen auch Corona-Leugner, Impfgegner, Nazis und Verschwörungstheoretiker.

Abstandsregeln und Maskenpflicht wurden nicht eingehalten, einen Grund zum Eingreifen sah die Polizei über Stunden nicht. Erst gegen Ende der Abschlusskundgebung wurde diese mit sanftem Druck wie dem Abstellen des Stroms für Lautsprecher vorsichtig zu einem Ende gebracht.

Im Stadtteil Neukölln zeigte sich abends ein anderes Bild: Die Betreiber der linken Kiezkneipe „Syndikat“ hatten zur Demo gegen die bevorstehende Räumung aufgerufen.

Kurz nach Demobeginn preschte die Polizei mit Schlagstöcken in die Demonstrationsblocks und setzte Pfefferspray gegen die rund 2.000 Demonstranten ein.

Dem „Syndikat“ war nach 33 Jahren der Mietvertrag gekündigt worden – durch eine in Luxemburg ansässige Briefkastenfirma. Laut Recherchen des Kneipenkollektivs steht hinter der Briefkastenfirma die „Pears Global Real Estate“, die nach eigenen Angaben inzwischen 6.000 Immobilieneinheiten in Berlin besitzt.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Zurückhaltung hier – Prügel da", UZ vom 7. August 2020



Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Schlüssel aus.

Vorherige

Rüstungslieferungen

20 Tage für 20 Bomben

Nächste