Es ist ja zum Glück ruhig geworden um die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Während sie hauptberuflich für ein Jahr bei den Vereinten Nationen den Zeremonienhammer schwingt, kann sie nicht so viel Schaden anrichten, wie wenn sie mal eben Russland den Krieg erklärt oder Schulen zu legitimen Zielen von Bombardements. Und die albernen Insta-Filmchen, in denen sie versucht, Carrie Bradshaw zu sein, kann man ja auch einfach nicht anschauen.
Aber jetzt musste Baerbock mal wieder ran, um die Welt zu erklären. Schließlich wurde am Dienstag dieser Woche ihr Nachfolger gewählt. Also verlangt sie Reformen zum Schutz der UN und rechnet mit den 193 UN-Mitgliedsländern ab, „von denen manche gar keine Demokratien sind und Kompromissbildung gar nicht in der DNA verankert ist“. Da gibt es also Mitgliedsländer, bei denen ist das Leben nicht so geregelt, dass man alle vier Jahre seine Stimme abgibt und dann ist sie weg? Schockierend. Hinterher nutzen da die Menschen ihren Kopf auch noch zu mehr als zum Tragen einer Mütze. Aber ach, das nützt ja alles nichts in den Augen der Hammerschwingerin. Wer es nicht in den Genen hat, kann es halt nicht. Da kann man dem Wilden noch so viel Erziehung zukommen lassen. Mit den gleichen Argumenten haben Baerbocks Vorgänger in der deutschen Außenpolitik den Kolonialismus begründet.



