Betr.: Flüchtlingspolitik der Regierung

De Maizíère hetzt

Von Heinz-W. Hammer, Essen

In den Konzermedien wurden die jüngsten Ausfälle des Bundesinnenmisters damit verharmlost, er habe „Flüchtlinge kritisert“. Nein, Innenminister de Maizière „kritisiert“ nicht, sondern betreibt offene Hetze gegen eine Bevölkerungsgruppe und betätigt sich auf unerträgliche Weise als geistiger Brandstifter und Stichwortgeber für die Stiefel-Nazis: „Sie“ (die Flüchtlinge) sind undankbar, „sie“ haben viel Geld, „sie“ fahren kreuz und quer durchs Land, „sie“ streiken, „sie“ machen Ärger, „sie“ prügeln. Alles Original-Zitate aus dem Interview im ZDF-heute-journal vom 1.10.2015. Bis in die Wortwahl wird hier von einem Bundesinnenminister (!) die menschenverachtende Propaganda von NPD, „Pegida“ & Co. übernommen. Zeitgleich wird in allen großen Medien behauptet, dass „die Stimmung der Bevölkerung (Stichwort Willkommenskultur) kippt“. Falsch. Richtig ist: Die Stimmung wird gekippt. Gezielt, bewusst und mit brandgefährlicher Konsequenz. De Maizière, der wegen seiner gezielten Hetze statt auf einen weichen Ministersessel auf eine harte Anklagebank gehört, erhielt, wie es in dem Zeitungsbeitrag am 3.10. heißt, „ein Lächeln der Kanzlerin (?) im politischen Berlin eine wichtige Währung“ für seine unerträglichen Diffamierungen. Und der Chef der Koalitionspartei SPD, Sigmar Gabriel, fällt ein in diesen Chor mit der „Pegida“-kompatiblen „Das Boot ist voll“-Strophe.

Merke: Die Zeit der Mitmenschlichkeit ist vorbei – Es wird wieder kalt in Deutschland.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"De Maizíère hetzt", UZ vom 9. Oktober 2015



Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Flugzeug aus.

Vorherige

10. Oktober – TTIP-Demo

Subbotnik an der Karl-Liebknecht-Schule der DKP

Nächste