Zu „Die Krise heißt Kapitalismus”, UZ vom 17. Dezember

Deppen und Trottel?

Roland Winkler, Aue

Der Newsletter des “Neuen Deutschland” nennt „Corona-Demonstrierende” Deppen und Trottel. Wer bewegte Menschen so abtut, der spaltet nicht minder, bewusst oder unbewusst. Es geht nicht um eine „winzige Minderheit”, wie der neue Kanzler uns weismachen will. (…) Wer Kritik auch an den Regierenden üben, wer nicht nur den Zeigefinger heben will, der muss die Interessen der Politik hinterfragen und auch über Profitmacherei, Marktspielregeln, Wirtschaftskriminalität, Betrug und Gaunereien nachdenken. Es ist nichts Verschwörerisches daran, wenn auf realen Markt-Impf-Wahn verwiesen wird. Wenn ein Konzern in einer Sekunde 1.000 Dollar Profit zu machen vermag, wenn über Börsengang nachgedacht wird, wenn Menschen von vielerlei Geschäftemachern, Gaunereien auf höchsten Ebenen hören, so muss sich niemand über die „belebten” Straßen wundern. Wenn sich Rechtsradikale, die doch längst in den Parlamenten Politik machen, der Verunsicherten bedienen, was ist daran so sehr neu? Es wäre den Regierenden klar zu sagen, es sind ihre ureigensten Geister, die gerade auf die Straßen strömen. Wer glaubt, es gehe nur um das Impfen, der irrt.

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"Deppen und Trottel?", UZ vom 24. Dezember 2021



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