Die Hoffnung unserer Tage

Roland Winkler, Aue

Kuba ist laut bürgerlichen Medien eine schlimme Diktatur, in der Menschenrechte verletzt, Verbrechen begangen werden und Unrecht herrscht. Was aber zum Beispiel in diesen Medien nicht zu lesen ist: „Kritik an Kuba sollte niemals die Tatsache ignorieren, dass Kubas wichtigster Beitrag für die Welt darin besteht, den lebendigen Beweis dafür zu liefern, dass es möglich ist, Armut, Krankheiten und Analphabetismus in einem Land zu besiegen, das mit allem dreien mehr als vertraut war. Das ist ein ziemlich großer Nutzen. Und die Tatsache, dass es angesichts anhaltender Feindschaft eines zwanghaft besessenen Nachbarn erreicht wurde, macht alles um so erstaunlicher.“ Das sagte Brian Wilson, ehemaliger britischer Außenminister, am 23. März 2003 im „Guardian“.

Sollte es dem kubanischen Volk, unterstützt von einer breiten Soli-Bewegung, gelingen, das sozialistische Kuba zu verteidigen, dann wäre das die große Hoffnung unserer Tage. Als sich Kuba 1959/60 befreite und seine Unabhängigkeit erkämpfte, gab es noch die sozialistische Welt. Als DDR-Jugend forderten wir „Hände weg von Kuba“ und waren für viele Jahre erfolgreich. Das war die Kraft von Völkerfreundschaft und Solidarität. Mit dem Sozialismus haben wir mehr verloren als manche heute meinen. Sie wollen den Sozialismus unaufhörlich aufarbeiten, stellen aber nie in Frage, was die Menschen hier und heute bedroht.

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"Die Hoffnung unserer Tage", UZ vom 10. Juli 2026



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