Während die USA den Druck auf die sozialistische Insel erhöhen, wächst die Solidarität

Es ist an der Zeit, dass die Welt Kuba verteidigt!

Es ist so zynisch wie pervers: Weil Donald Trumps mordende Soldateska voll damit ausgelastet ist, Mädchenschulen und andere zivile Objekte im Iran zu bombardieren, können sich der US-Präsident und sein Außenminister Marco Rubio nach eigenen Angaben derzeit noch nicht auf die Erledigung Kubas konzentrieren. Ihren Würgegriff erhalten sie aber unvermindert aufrecht. Die USA erwarten, dass Kuba ihren Forderungen in den – mit vorgehaltener Waffe geführten – Gesprächen nachgibt, um die größte Not der Bevölkerung zu mildern. Die verschärfte US-Blockade führte am Montag erneut zu einem landesweiten Stromausfall.

Doch wie in all den 66 Jahren seit dem Sieg ihrer Revolution wehren sich die Kubanerinnen und Kubaner dagegen, wieder zur Kolonie und zum Vergnügungspark wohlhabender US-Bürger zu werden. Und sie sind nicht allein. Kuba kann auf Unterstützer aus aller Welt zählen, die diesen Samstag zum „Internationalen Tag der Solidarität mit Kuba“ erklärt haben. In zahlreichen Städten wird zu Aktionen und Kundgebungen gegen die US-Blockade aufgerufen. Zugleich wird in Havanna die Ankunft des Internationalen Solidaritätskonvois „Nuestra América“ erwartet, der Lebensmittel, Medikamente, medizinische Hilfsgüter und Ausrüstung zur Energieversorgung auf die von den USA erpresste Karibikinsel bringt. Zu den Unterstützern gehört auch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg, die in einem Instagram-Video erklärte: „Kuba hat nicht geschwiegen, als die Welt seine Solidarität brauchte, und jetzt ist es an der Zeit, dass die Welt Kuba verteidigt.“

Nachdem Kuba zum Wochenende die Gespräche mit den USA bestätigt hatte, drohte Trump am Sonntag: „Ich glaube, dass wir bald eine Einigung erzielen oder das tun, was wir dann tun müssen.“ Am Montag legte er nach. Er glaube, dass er „die Ehre haben werde“, Kuba „in irgendeiner Form zu übernehmen oder zu befreien“. Da es allerdings bislang weder größere Unruhen noch Sympathiebekundungen für Washington oder Forderungen nach einem Regime-Change gab, versucht man seit Jahresanfang, nachzuhelfen. Anfang März schnappten zum Beispiel kubanische Sicherheitskräfte zehn aus Panama eingereiste Personen, die in Kuba Plakate mit Protestaufrufen kleben sollten. Dafür waren ihnen pro Person zwischen 1.000 und 1.500 US-Dollar geboten worden. Nur wenige Tage zuvor hatte die Küstenwache ein aus den USA kommendes Schnellboot aufgebracht, das in kubanische Gewässer eingedrungen war. An Bord des mit Kriegswaffen und Sprengsätzen vollgepackten Bootes waren zehn schwerbewaffnete Männer, die sofort auf die Grenzschützer feuerten. Ihr Plan sah vor, „Aufstände anzuzetteln, Militäreinheiten anzugreifen und weitere Gewaltakte zu verüben“, gestanden die gefassten Täter.

Vor einer Woche schließlich schien die Saat der Gewalt aufzugehen. Bei einem zunächst friedlichen Protest gegen Stromausfälle in der Stadt Morón stürmte eine kleine gewaltbereite Gruppe das örtliche Büro der Kommunistischen Partei (PCC), warf Möbel und Akten auf die Straße und setzte sie in Brand. Für Trump und die Contras in Miami kam das wie bestellt, und als willkommene Begleitung der Verhandlungen im Würgegriff. Die DKP versicherte ihrer Schwesterpartei am Montag in einem Schreiben, dass sie „in dieser Situation nicht nur ihre politische Solidarität verstärken wird, sondern auch die Spendensammlung für die PCC fortführt. Die DKP hat in wenigen Wochen mehr als 70.000 Euro für die PCC gesammelt. „Die Provokationen der letzten Tage sollen eure Partei treffen, die für den Zusammenhalt des sozialistischen Kuba, für den Aufbau einer gerechten Gesellschaft unabdingbar ist“, erklärte dazu Renate Koppe, Internationale Sekretärin der DKP.

Das sozialistische Kuba braucht unsere Hilfe!
DKP-Parteivorstand
Sparkasse Essen
BIC: SPESDE3EXXX
IBAN: DE21 3605 0105 0003 6306 13
Stichwort: PCC

[author_box]

Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Kritischer Journalismus braucht allerdings Unterstützung, um dauerhaft existieren zu können. Daher freuen wir uns, wenn Sie sich für ein Abonnement der UZ (als gedruckte Wochenzeitung und/oder in digitaler Vollversion) entscheiden. Sie können die UZ vorher 6 Wochen lang kostenlos und unverbindlich testen.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Es ist an der Zeit, dass die Welt Kuba verteidigt!", UZ vom 20. März 2026



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol LKW.



    Spenden für DKP
    Unsere Zeit