Medienkompetenz besonders bei Jugendlichen fördern

Filmen für Menschenrechte

Von HB

Der Paritätische Gesamtverband tritt als 21. Mitglied dem Veranstalterkreis des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises (DMFP) bei. Dem Kreis gehören verschiedene Menschenrechtsorganisationen an. Einen besonderen Schwerpunkt legt man darauf, Jugendliche und Jugendgruppen zu fördern, die selbst in den verschiedenen Filmformaten sich die Themen durch eigene Filmprojekte erarbeiten und in der Kategorie Amateur einreichen. Um Jugendliche an die filmische Umsetzung von Menschenrechtsfragen heranzuführen, bieten die Veranstalter medienpädagogische Unterstützung an. Nach eigenen Aussagen soll der „aktive Umgang mit dem Medium Film in Verbindung mit der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Menschenrechten die Medienkompetenz der Jugendlichen stärken und sie sensibilisieren für Fragen des Medienkonsums, der Kommunikation von Inhalten und der Gestaltung des menschlichen Zusammenlebens. Eine entsprechende Vereinbarung wurde zwischen dem Wohlfahrtsverband und dem bundesweiten Filmwettbewerb getroffen. Mit dem Paritätischen Gesamtverband erweitert sich der Veranstalterkreis um einen kompetenten und einflussreichen Verband, der insbesondere die Dimension der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte im Blick hat und für deren Schutz und Wahrung eintritt.

„Aufklärung und Bildungsarbeit, wie sie der Menschenrechts-Filmpreis leistet, sind wichtiger denn je. Wir erleben in der Praxis, wie Menschenrechte auch in Deutschland eingeschränkt und in Frage gestellt werden: Sei es bei der Einschränkung des Familiennachzugs für geflüchtete Menschen, bei der schlechten Versorgung Obdachloser oder aber wenn Millionen Menschen entgegen den verfassungsrechtlichen Vorgaben mit viel zu niedrigen Hartz-IV-Leistungen abgespeist werden, die faktisch Ausgrenzung und Armut bedeuten. Der Paritätische und seine Mitgliedsorganisationen organisieren konkrete Hilfe und wir unterstützen Menschen auch dabei, ihre Rechte einzufordern und zu realisieren. Es geht um das Recht auf Teilhabe und Selbstbestimmung, das Recht auf Wohnen und Gesundheit, das Recht auf Schutz, Zuflucht und Hilfe. Soziale Arbeit ist für uns immer auch Menschenrechtsarbeit. Wir freuen uns daher sehr, den Filmpreis künftig mit unterstützen zu dürfen“, sagte Verbandsgeschäftsführer Dr. Ulrich Schneider.

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"Filmen für Menschenrechte", UZ vom 17. November 2017



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