Martin Sonneborn vergleicht Bildungsstand der iranischen Regierung mit dem der US-Regierung

Nicht die mit den größeren Geschossen

Der EU-Parlamentarier Martin Sonneborn („Die Partei“), ehemaliger Chefredakteur des Satire-Magazins „Titanic“, nimmt regelmäßig aktuelle politische Entwicklungen aufs Korn und kommentiert sie knapp und zugespitzt. Jüngst verglich er den Bildungsstand wichtiger Mitglieder der iranischen Regierung mit dem der US-Regierung. Wir dokumentieren Sonneborns Post in voller Länge, geringfügig bearbeitet zwecks besserer Lesbarkeit:

Ein (ehemaliger) Krankenhausdirektor und Herzchirurg (Massud Peseschkian, Präsident), ein Geistlicher mit Hauptfach Ethik und Mystizismus (Modschtaba Chamenei, Ayatollah), ein Politikwissenschaftler mit Promotion über die „Entwicklung des Konzepts der politischen Partizipation im islamischen politischen Denken des 20. Jahrhunderts“ (Abbas Araghchi, Außenminister) und ein Mathematiker, Informatiker und habilitierter Philosoph (Ali Laridschani, Sekretär des Sicherheitsrats) mit akademischer Schwerpunktsetzung auf Immanuel Kant („Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“) stehen einem ganzkörpertätowierten Brutalo-Primitivling namens Pete Hegseth („Kriegsminister“) gegenüber, der glaubt, sein weißnationalistischer Suprematismus-Dachschaden berechtige ihn dazu, seinen 214 Einträge umfassenden Wortschatz vor laufenden Kameras aufzusagen.

Und (natürlich) der intellektuellen Raffinesse eines Donald Trump, dessen kategorischer Imperativ sich noch immer in den Worten „Grapsch ihr an die Pussy!“ konzentriert. Und dessen Bestseller „Grundlegung zur Metaphysik der Titten“, wie Sie sehen, gerade weltweit in politischer Echtzeit verfilmt wird.

Wenn diese retardierten Ku-Klux-Kretins da drüben überhaupt wüssten, was das ist, wüssten sie auch, dass sie einen ziemlich asymmetrischen Krieg angezettelt haben. Und dass sie NICHT die mit den größeren Geschossen sind.

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