Knapp 200 Menschen haben am vergangenen Sonntag in Heidenau mit einem „Mahngang“ gegen einen Stadtratsbeschluss demonstriert, der die Verlegung von Stolpersteinen für die Opfer des deutschen Faschismus in der Stadt untersagt. Ende September hatte der Rat mehrheitlich einem Antrag von CDU und AfD zugestimmt, in dem es hieß: „Eine Verlegung von sogenannten ‚Stolpersteinen‘ im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich wird künftig abgelehnt.“ Stattdessen solle auf dem Friedhof der „Opfer von Krieg, Terror, Diktatoren,Vertreibung und des Nationalsozialismus“ gedacht werden, wie es im Antrag hieß. Zu dem Mahngang aufgerufen hatte der Verein AkuBiz. „Die Entscheidung des Heidenauer Stadtrates, keine Stolpersteine mehr in der Stadt verlegen zu lassen, hat nicht nur bei uns Wut und Enttäuschung ausgelöst“, so der Verein gegenüber dem „Mitteldeutschen Rundfunk“. Mit dem Mahngang solle an das Ehepaar Martha und Fritz Goldstein erinnert werden, für die der Verein Stolpersteine verlegen lassen wollte.
Protest gegen Stolpersteinverbot
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"Protest gegen Stolpersteinverbot", UZ vom 9. Oktober 2026






