Schwimmen gestrichen

Uwe Moldenhauer, Hemer

„Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ (Bert Brecht)

In der Tat, es ist richtig, sich stärker auf die Sozialproteste zu orientieren angesichts der Politik der Bundesregierung, die immer mehr und neue Armut erzeugt. Da können wir von den Grazer Genossinnen und Genossen lernen. Armut, Not und Elend sind hautnah zu spüren. So auch in Pflegeeinrichtungen. Ich lebe seit acht Jahren in einer solchen Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) für Suchterkrankungen. Ich bekomme eine kleine Rente und komplementär Grundsicherung. Bisher konnten Klinikinsassen und Pflegebedürftige ein Hallenbad auf dem Klinikgelände nutzen. Es nutzte der psychischen und physischen Gesundung. Jetzt plötzlich soll das nicht mehr möglich sein, weil für den LWL die Kosten zu hoch seien. Sie sprechen von mehreren tausend Euro. Das ist ein schlechter Witz. Vor allem angesichts der Tatsache, dass nur drei oder vier Personen der Pflegeeinrichtung (KOSH) das Bad regelmäßig nutzten.

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"Schwimmen gestrichen", UZ vom 10. Juli 2026



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