Mehr als 200 Teilnehmende feiern „Pastasciutta Antifascista“ am Südsee in Braunschweig

Antifaschistisch essen und austauschen

Werner Hensel

Anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung von Faschismus und Krieg feierten weit mehr als 200 Besucherinnen und Besucher am 9. Mai in Braunschweig die „Pastasciutta Antifascista“. Eingeladen hatte ein breites Bündnisses aus elf Organisationen. Die Veranstaltung verband historisches Erinnern mit Gegenwartsbezug und setzte dabei bewusst auf gemeinsames Erleben, auf Austausch und kulturelle Vielfalt. Neben einem gemeinsamen Pastaessen gab es ein umfangreiches Kulturprogramm mit regionalen Künstlerinnen und Künstlern, das besonders am Abend großen Anklang fand.

Die Organisatoren zogen ein positives Fazit: „Der Tag der Befreiung lebt davon, dass wir ihn gemeinsam begehen. Es geht nicht nur um Erinnerung, sondern darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen zusammenkommen, sich austauschen und solidarisch handeln“, erklärte Timo Reuter, Sprecher der Veranstaltenden. „Gerade angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen ist es wichtiger denn je, solche Zeichen im Alltag sichtbar zu machen und sich gegenseitig zu stärken.“ Auch aus den Reihen der Beteiligten wurde hervorgehoben, dass es gelungen sei, Menschen über unterschiedliche Zusammenhänge hinweg miteinander ins Gespräch zu bringen und damit neue Verbindungen zu schaffen. Auch die Einbindung von Friedensinitiativen wurde positiv hervorgehoben.

Organisatorisch zeigte sich wegen des großen Andrangs Verbesserungspotenzial: Zeitweise gab es Engpässen bei der Pasta und längere Wartezeiten. „Ausgehend vom vergangenen Jahr mit etwa 120 Gästen, haben wir großzügig für 200 gekocht. Der Andrang war jedoch so groß, dass wir zu späterer Stunde nochmal einkaufen mussten“, berichtete Malte aus dem Küchenteam.

„Uns wird nichts geschenkt – weder politisch noch gesellschaftlich“, betonte Michael Schulz, ebenfalls Sprecher der Veranstaltenden. „Die Erfahrung dieses Tages zeigt ganz konkret: Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir es selbst in die Hand nehmen – gemeinsam und solidarisch. Genau solche Orte und Gelegenheiten brauchen wir, um uns zu organisieren und breite Bündnisse gegen die Rechtsentwicklung zu entwickeln und zu stärken.“ Timo Reuter kündigte an: „Solange rechte Ideologien wieder an Einfluss gewinnen, werden wir nicht nachlassen – wir werden uns organisieren, wir werden gemeinsam handeln und wir werden wiederkommen.“ 2027 soll es erneut eine Pastasciutta Antifascista geben – „größer, entschlossener und mit noch mehr Menschen.“

Wer Inte­resse an dem Konzept der Veranstaltung hat, melde sich bei: info@dkp-braunschweig.de

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"Antifaschistisch essen und austauschen", UZ vom 5. Juni 2026



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