Am 8. Mai 1945 kapitulierte das faschistische Deutschland bedingungslos vor den Streitkräften der Anti-Hitler-Koalition. Daran erinnerte die DKP Duisburg am 8. Mai zusammen mit dem Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ (DSSQ) mit einer Kundgebung in der Duisburger Innenstadt.
DKP Duisburg und DSSQ nahmen den Tag der Befreiung wie schon in den Vorjahren zum Anlass, am 10. Mai Gräber sowjetischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter sowie Duisburger Antifaschisten auf dem Waldfriedhof zu putzen. Dazu trafen sich knapp zwei Dutzend Antifaschisten.

In diesem Jahr bekamen die Genossinnen und Genossen der beteiligten Organisationen Besuch von der örtlichen Polizei. Ein besorgter Bürger meinte, in der Putzaktion eine unangemeldete Demonstration zu erkennen, und denunzierte die Teilnehmer. Zwei Beamte behaupteten, bei der ordnungsgemäß bei der Friedhofsverwaltung angemeldeten Putzaktion handele es sich um eine „unangemeldete Versammlung“. Die Durchführung einer solchen sei eine „Straftat“ – das ist juristisch falsch. Sie nahmen die Personalien eines Teilnehmers auf und kündigten ihm eine Strafanzeige an. Einer der Beamten fotografierte die Putzaktion. Die Polizei verbot den Teilnehmern, mitgebrachte Banner und Fahnen zu zeigen. Auf dem der DKP Duisburg stand „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“. Wie wichtig Antifaschismus ist, unterstrich die Polizei unnötigerweise selbst.









