Fulda soll sicherer Hafen werden

Wir dokumetieren an dieser Stelle die Pressemitteilung des Bündnisses „Fulda stellt sich quer e.V.“.

Das Bündnis „Fulda stellt sich quer e.V.“ fordert alle demokratischen Stadtverordneten auf, sich dafür einzusetzen, dass Fulda zum sicheren Hafen erklärt wird.

Diese Aufforderung geht auch an die Verantwortlichen der Stadt
Fulda, an die Bundes- und Landesregierung, sich außerdem verstärkt
für die Bekämpfung von Fluchtursachen, für sichere Fluchtwege und
für eine humane europäische Flüchtlingspolitik einzusetzen, sowie
der Kriminalisierung von Seenotrettern entgegenzutreten.

Zwar hat diese Erklärung vor allem Symbolcharakter, da die
Kommunen nicht für die Verteilung der Geflüchteten zuständig sind.
„Sie ist jedoch ein deutliches Zeichen der Stadt Fulda gegen das
Sterben im Mittelmeer“, so Andreas Goerke von „Fulda stellt sich
quer“. Unterstützung erhofft sich der Verein „Fulda stellt sich
quer“ von den Bündnispartnern, Organisationen und Fraktionen der
lokalen demokratischen Parteien.

„Fulda stellt sich quer“ spricht von einem wichtigen Signal an
alle Bürger und die Bundespolitik, wenn eine Stadt wie Fulda sich so
positioniere. Es ist das für den Verein „Fulda stellt sich quer“
auch ein Beispiel praktizierter Nächstenliebe.

Die Stadt Fulda wäre damit in guter Gesellschaft, denn bereits
über 70 andere deutsche Städte sind dem Aufruf der Bewegung
Seebrücke gefolgt und haben sich zu sicheren Häfen erklärt.

Viele Städte in Europa, auch in Deutschland, haben sich bereits
solidarisiert und angeboten, in Seenot geratene Menschen aufzunehmen.
Die Barockstadt Fulda soll hierbei ein Zeichen für Menschlichkeit
und Frieden setzen. In den letzten Jahren haben die Bürgerinnen und
Bürger von Fulda gemeinsam mit Verwaltung und Politik gezeigt, dass
sie bereit und fähig ist, geflüchtete Menschen aufzunehmen und zu
integrieren. Diesen Weg muss die Stadt Fulda weitergehen und damit
ein deutliches Zeichen von Menschlichkeit und Offenheit unserer Stadt
und ihrer Menschen setzen – und dadurch auch ein Gegengewicht zu
steigender Fremdenfeindlichkeit und Hass gegenüber hilfsbedürftigen
Menschen.

Das Bündnis „Fulda stellt sich quer“ fordert nun, dass auch
das weltoffene Fulda ein Zeichen setzt, Seenotrettung als ein Gebot
der Humanität ansieht und einen Beitrag gegen das sinnlose Sterben
im Mittelmeer leistet.

Deutliche Worte in Richtung Europäischer Union kommen vom
Vorsitzenden Andreas Goerke: „Es kann nicht sein, dass die Lasten
in Griechenland und in Italien getragen werden und sich sonst alle
wegducken. Aus unserer menschlichen Verantwortung dürfen wir die
Menschen im Meer nicht sterben lassen!“ Wer die Entwicklung der
vergangenen Wochen erlebt und die Toten in Schlauchbooten gesehen
habe, der müsse schnell zu der Erkenntnis gelangen, sich solidarisch
zu erklären, so Goerke.

Der Verein „Fulda stellt sich quer“ wird weiterhin massiv auf
das Sterben im Mittelmeer hinweisen und durch Veranstaltungen
öffentlich machen. So ist „Fulda stellt sich quer“ u.a. mit der
Kapitänin Pia Klemp in engem Kontakt. Für September/Oktober ist
eine Veranstaltung mit Pia Klemp in Fulda geplant. Das Bündnis
„Fulda stellt sich quer“ appelliert an alle Stadtverordneten: „
Erklären sie Fulda zum sicheren Hafen, zeigen sie, dass Fulda eine
Stadt der Nächstenliebe, Vielfalt und Offenheit ist.“

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