Anlässlich des 90. Jahrestags der Aufstellung der Internationalen Brigaden haben sich am Sonntag auf Einladung der DKP Berlin und weiterer Organisationen Antifaschisten am Spanienkämpferdenkmal im Berliner Volkspark Friedrichshain versammelt. Unter den Teilnehmern waren Vertreter verschiedener politischer Parteien und antifaschistischer Organisationen aus Deutschland und dem Ausland.
Vor 90 Jahren, im Oktober 1936, wurden die Internationalen Brigaden gegründet. Tausende Freiwillige aus aller Welt folgten dem Ruf, die Spanische Republik gegen den faschistischen Putsch von General Franco zu verteidigen. Unter ihnen waren zahlreiche deutsche Kommunisten und Antifaschisten, die bereits vor dem Hitler-Faschismus ins Exil fliehen mussten. In Spanien setzten sie ihren Kampf gegen den Faschismus fort, während Hitler-Deutschland und Mussolinis Italien die Truppen Francos militärisch unterstützten.
Mit Redebeiträgen, Blumen und einer Kranzniederlegung gedachten die Teilnehmer der Spanienkämpfer und ihres internationalistischen Einsatzes. Das 1968 in der DDR errichtete Denkmal erinnert bis heute an den Mut und die Opferbereitschaft jener, die bereit waren, ihr Leben im Kampf gegen den Faschismus einzusetzen.
Auch 90 Jahre später bleibt der Gedanke der internationalen Solidarität lebendig. Heute inspirieren sich Jugendliche in ganz Europa gegenseitig, organisieren Schulstreiks gegen Militarisierung und Wehrpflicht und gehen gegen Sozialabbau auf die Straße. Unter anderen historischen Bedingungen zeigt sich darin eine wichtige Gemeinsamkeit mit den Spanienkämpfern: Die Erkenntnis, dass der Widerstand gegen Krieg und Unterdrückung nicht an nationalen Grenzen endet, sondern international ist.









