Bis zu den UZ-Friedenstagen vom 28. bis 30. August will die DKP 1.000 neue Probeleserinnen und Probeleser für UZ gewinnen. Das Angebot ist einfach: Man bekommt die Zeitung sechs Wochen lang kostenlos auf Papier oder online oder kombiniert beides. Danach läuft das Abo automatisch aus, aber wir wollen wissen, wie es mit uns war. Deshalb meldet sich eine Kollegin oder ein Kollege vom Verlag. Was so einfach klingt, muss trotzdem erst gemacht werden: Um die 1.000 voll zu machen, braucht es noch etwa 400 Probeabos. UZ veröffentlicht in loser Folge Erfahrungen von Parteigruppen und Einzelkämpferinnen und -kämpfern. Wir beginnen mit einer Erfolgsgeschichte aus Nürnberg.
Und dann ist er plötzlich da, der viel beschworene Schritt von der Theorie in die Praxis: während die Gruppe noch fleißig über den (viel zu geringen) Stand der UZ-Probe-Abos (nämlich gar keins) diskutiert, steht ein Genosse plötzlich auf, nimmt einen Stift zur Hand, und beginnt die eben noch traurig diskutierten Zahlen und Fakten in ein Bild zu übersetzen. Am Ende hängt das UZ-Probe-Abo-Barometer schwarz auf weiß an der Wand. Es ist der Bild gewordene Beweis, dass es uns als Gruppe schwer fällt, neben gefühlt einhunderttausend anderen politisch enorm wichtigen Dingen und täglichen geopolitischen Horrormeldungen den Kopf und die Kraft ausgerechnet für die UZ-Abo-Werbung zu finden.
Doch bereits beim nächsten Gruppenabend beginnt das Unglaubliche: Genossen bringen ausgefüllte Probe-Abos mit, die fast schon zur Nebensächlichkeit werden. Denn das, was eigentlich zählt, ist, sich den Stift zu schnappen, einen Strich zu malen und unter zustimmendem Klatschen und Jubelrufen der Anwesenden so den Barometerstand nach oben zu treiben. Natürlich werden die Probe-Abos nicht wirklich zur Nebensächlichkeit, aber der erste Schritt, das Sammeln konkret zu beginnen, wurde durch die Visualisierung auf dem Gruppenabend, das Zelebrieren jedes einzelnen Strichs nach oben tatsächlich erleichtert.
„Es geht darum, die UZ-Abos nicht als noch etwas Zusätzliches zu sehen, sondern als Teil dessen, was wir ohnehin gerade politisch tun“, erklärt Lena als unsere bezirkliche UZ-Abo-Kampagnen-Verantwortliche drei Wochen später während des Tagesordnungspunkts „UZ-Kampagne“ auf der Bezirksvorstandssitzung. „Wir haben im PV-Bericht gehört, dass wir jetzt, zur Halbzeit, nur so mäßig gut da stehen mit der Kampagne. Dabei passiert politisch gerade jede Menge, an dem die Gruppen und Genossen beteiligt sind. Es macht total Sinn, das mit der UZ-Kampagne zu verbinden.“

Dann berichtet sie noch von einem Genossen, der bereits seit einiger Zeit gezielt einzelne UZ-Artikel über seinen Mailverteiler an Interessierte schickt. Jetzt, im Rahmen der Kampagne, konnte er darauf aufbauen und diese Menschen gezielt auf ein Probe-Abo ansprechen. Diese Zweistufigkeit heißt: einerseits bereits bestehende UZ-Kontakte zu nutzen, um Menschen gezielt auf ein Abo anzusprechen, andererseits Menschen, die wir kennen, aber die noch nie etwas von der UZ gehört haben, im Rahmen der Kampagne erstmalig mit der UZ in Berührung zu bringen. Die Ansprache für ein Abo im eigenen, direkten Umfeld oder bei Bündniskontakten im Rahmen von Veranstaltungen, Demos und Aktionen ist dabei nachhaltiger als eher zufällige Kontakte im Rahmen eines Infostands in der Innenstadt. Nichtsdestotrotz gilt: Das Reden und die Arbeit mit der UZ sind kostenlos, aber niemals umsonst!
Die UZ sollte Teil des Gruppenabends, der Sympathisantenwerbung und Mittel zur Vermittlung unserer weiterreichenden Positionen in Bündnissen sein. Denn mit diesem Medium haben wir immer etwas zur Hand, über das und in dem sich trefflich diskutieren lässt. Probe-Abo für Probe-Abo dem Ziel der 1.000 näherkommend, sollte die Arbeit mit der UZ im Rahmen der Kampagne selbstverständlicher Teil jeder Gruppenaktivität werden oder – wo sie dies bereits ist – unsere Beziehung zu unserem Umfeld durch Abos gestärkt werden. Auch wenn einige der Zielzahlen recht ambitioniert erscheinen: abgerechnet wird zum Schluss. Was zählt, ist, dass der Barometerstand Stück für Stück nach oben steigt und wir Abo für Abo gestärkt werden.
Eure Erfahrungen beim Sammeln von UZ-Probe-Abos interessieren uns: kampagne@unsere-zeit.de









