Ach, was ist es schön, dass es Linksextremisten gibt – das muss sich auf jeden Fall gerade Alexander Dobrindt (CSU) denken, schließlich darf er endlich die Jagdinstrumente schärfen. „Wir rüsten auf für den Kampf gegen den Linksextremismus“, tönt der stets seine Hände in Unschuld waschende Ex-Verkehrsminister und stellt gleich noch eine Million Euro für Denunzianten bereit. Und falls sich dann doch herausstellen sollte, dass es keine Linksextremisten waren, die Berlin den Strom abgestellt haben, ist die Aufrüstung im Innern schon lange passiert. Und Dobrindt lacht sich ins reaktionäre Fäustchen. Und im Vergleich zu den bisherigen großen Würfen Dobrindts wird das Mehr an Personal für Geheimdienste, und was er sonst noch an „Aufrüstung“ vorsieht, bestimmt ein Schnäppchen. Allein beim Mautskandal lag die Entschädigungssumme bei 560 Millionen Euro.
Linksextremisten

(Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 / Bearb.: UZ)
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"Linksextremisten", UZ vom 30. Januar 2026

