Mindestens 214 Unternehmen tragen zum Bau illegaler Siedlungen in den von Israel besetzten Gebieten bei. Die allermeisten haben ihren Sitz in Israel, mit großem Abstand gefolgt von acht Unternehmen mit Sitz in den USA, darunter Airbnb. Auch die deutsche Zementfirma Heidelberg Materials steht nach wie vor in der Datenbank, die das UN-Menschenrechtsbüro auf Geheiß des Menschenrechtsrates erstellt. Unter anderem stehen auf der Liste US-amerikanische Reiseunternehmen wie Expedia und Airbnb.
Israel kritisierte die Datenbank. Sie sei „zur Verfolgung des jüdischen Staates“ eingerichtet worden und diene dazu, „eine Verleumdungskampagne gegen Wirtschaftsunternehmen voranzutreiben, die keinerlei Verfehlungen begangen haben“. Die israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten sind nach einem Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag illegal.
Es ist die vierte Aktualisierung der Datenbank. Vor einem Jahr standen erst 158 Firmen darauf. Die Liste wächst, weil das Menschenrechtsbüro nach und nach die Hinweise auf 596 Firmen abarbeitet. Die Prüfung von 255 Firmen steht noch aus.







