Antiimperialismus-Tagung

Wann

26.09.2026
10:00 - 18:00

Wo

Duisburg, Jugend- und Kulturverein
Kaiser-Wilhelm-Straße 284, Duisburg, 47169

Veranstaltungstyp

Veranstalter

Kommunistische Organisation (KO)

Der Imperialismus steckt in der Krise, die 500-jährige Vorherrschaft des Westens geht zu Ende. Überall auf der Welt regt sich Widerstand – politisch, ökonomisch, militärisch. Russland hat der NATO in der Ukraine ihre Grenzen aufgezeigt, China untergräbt Schritt für Schritt die wirtschaftliche Dominanz der USA und Europas, in Westafrika haben der französische und der US-Neokolonialismus herbe Niederlagen eingefahren, und in Westasien setzt die Achse des Widerstands den Zionismus und die US-Besatzung massiv unter Druck. Gleichzeitig ist der Imperialismus bereit, die Welt mit Krieg zu überziehen, um seinen Niedergang mit aller Gewalt aufzuhalten.

Wir wollen diese Entwicklungen besser verstehen und uns dafür konkrete Seiten des gegenwärtigen imperialistischen Weltsystems, seine Strategien, aber auch die Widerstandskräfte gegen ihn näher anschauen. Dafür haben wir drei Vorträge organisiert:

Heute Europa, morgen die Welt: Der deutsche Imperialismus von seinen Anfängen bis zur Gegenwart
Referent: Araz Ardehali

Unser Hauptfeind, gegen den wir in erster Linie kämpfen können und müssen, ist der deutsche Imperialismus. Dieser Gegner hat über 100 Jahre lang die Welt mit Krieg, Kolonialismus und Neokolonialismus überzogen, die Arbeiterklasse in diesem Land relativ erfolgreich unterdrückt, und dabei enorme Erfahrungen im Klassenkampf von oben gesammelt. Wollen wir ihn besiegen, müssen wir ihn und seine Besonderheiten besser verstehen.

Dafür haben wir Araz eingeladen, einen der Autoren von „Heute Europa, morgen die Welt: Deutsche Großmachtpolitik in fünf Etappen“, erschienen 2014 beim Edition Ost-Verlag.

Einheit gegen Kolonialismus und Neokolonialismus: Panafrikanismus in Geschichte und Gegenwart
Referent: Valentin Zill

Markus Garvey, W. E. B. Du Bois, Kwame Nkrumah, Muammar al-Gaddafi – ihre Namen stehen für Versuche, den afrikanischen Kontinent und die afrikanische Diaspora gegen Rassismus und imperialistische Herrschaft und Ausbeutung zu einen.

Valentin hat African Studies studiert, mehrere Jahre in West- und Ostafrika gelebt und ist Redakteur der DKP-Wochenzeitung unsere zeit (UZ). Er wird einen Überblick über die Entwicklung des Panafrikanismus geben und darstellen, welche Bedeutung er in den heutigen Kämpfen innerhalb und außerhalb Afrikas spielt.

„Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört“: Migration und Imperialismus
Referent: Philipp Kissel

Das Thema Migration spaltet seit Jahren auch Teile der politischen Linken: Während die einen dieses Phänomen normalisieren und dabei die Hintergründe – Krieg, Armut, künstliche Unterentwicklung – relativieren, reden andere Abschottung, Abschiebungen und Entrechtung das Wort. Beide Positionen entsprechen verschiedenen Praktiken des imperialistischen Migrationsregimes und verraten elementare Grundsätze linker Politik: Internationalismus, Antirassismus und Antiimperialismus.

Philipp ist Autor des Textes „Migration, die Arbeiterklasse und der Imperialismus“.

Eintritt ist kostenlos. Wir freuen uns über Spenden.
Snacks und Getränke besorgen wir.
Restaurants und Imbisse gibt es in der Nähe.