Betr.: „Imperialistische Widersprüche in der EU“, UZ v. 9.12.

Überdeterminiert

Von Beate Landefeld, Essen

Leider hat eine vermeintliche Korrektur der Redaktion eine Aussage am Anfang meines Beitrags falsch wiedergegeben, indem das Wort „überdeterminiert“ ersetzt wurde durch „determiniert“. (Möglicherweise war der Begriff der „Überdeterminierung“ nicht bekannt.) Richtig muss es heißen: Durch den Kalten Krieg wurden „die zwischenimperialistischen Widersprüche in Europa überdeterminiert.“

Damit sollte ausgedrückt werden, dass die zwischenimperialistischen Widersprüche in Europa selbstverständlich weiter wirkten, ihre Austragung aber durch den Kalten Krieg überlagert und geprägt war. Die Bourgeoisien ordneten sie ihrem Systeminteresse unter. Dagegen legt die von der Redaktion gewählte Ersatzformulierung das Missverständnis nahe, die Systemkonkurrenz sei an die Stelle der innereuropäischen Widersprüche getreten. So etwas Nebulöses will ich nicht in den Mund gelegt bekommen.

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Über die Autorin

Beate Landefeld (Jahrgang 1944) ist Hotelfachfrau und Autorin.

Landefeld studierte ab 1968 Literaturwissenschaft und Soziologie an der Universität Hamburg, war Vorsitzende des Allgemeinen Studentenausschusses, Mitbegründerin des MSB Spartakus. 1971-1990 war sie im Parteivorstand der DKP, 1977-1979 Bundesvorsitzende des MSB Spartakus, später auf Bezirks- und Bundesebene Funktionärin der DKP.

Landefeld ist Mitherausgeberin, Redaktionsmitglied und Autorin der Marxistischen Blätter. 2017 veröffentlichte sie bei PapyRossa in der Reihe Basiswissen das Buch „Revolution“.

Für die UZ schreibt Landefeld eine monatliche Kolumne.

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"Überdeterminiert", UZ vom 16. Dezember 2016



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