„Der Rote Postler“, die Zeitung der DKP-Betriebsgruppe Post Kassel, hat mit einem Beitrag zur Lage der Frauen in China auf den Leitartikel „Es reicht! Überall!“ in „ver.di Publik“ zum Internationalen Frauentag reagiert:
In Ausgabe 1/2026 der Zeitung unserer Gewerkschaft ver.di schrieb Petra Wetzel zur Frauenunterdrückung: „Machthaber wie die Taliban, Trump, Putin, die Mullahs oder Xi Jinping unternehmen so gut wie nichts dagegen. Sie profitieren davon: politisch, ideologisch, strukturell.“ Der Text ist Blödsinn: Frauenunterdrückung entstand mit d erKlassengesellschaft, nicht „Machthaber“, sondern konkrete materielle Verhältnisse und sich daraus ergebende Ideologien gilt es für uns zu bekämpfen.
Aber konkreter: In welchem Land gilt der Paragraf 218? Wo regiert Friedrich Merz?
Welches Land unterstützte den größten Femizid der letzten Jahrzehnte, den Genozid an den Palästinensern? Welches Land wollte den syrischen Dschihadisten al-Sharaa nach Berlin einladen? Richtig: Die BRD, unsere herrschende Klasse.
Aber gegen all das ist die mutige Petra ganz stumm, nur die außenpolitischen Feinde sind Frauenfeinde. Das ist Heuchelei und hält die Arbeiter für dumm!
Aber die Aussage stimmt in Bezug auf die sozialistische VR China auch so nicht. Frauen waren in China tatsächlich unterdrückt, ihnen wurden die Füße gebunden, damit sie nicht weglaufen konnten, die japanischen Faschisten zwangen sie als „Trostfrauen“ in die Dauervergewaltigung, die britischen, deutschen, französischen und US-amerikanischen Imperialisten wollten aus ihren Kolonien ein Bordell für ihre Reichen machen. Dagegen erhoben sich die chinesischen Arbeiter und Bauern, zunächst zu schwach organisiert im Boxeraufstand 1899, dann unter der Führung der KP Chinas.
Und die machte reinen Tisch: Bereits in den befreiten Gebieten des agrarrevolutionären Krieges ab 1927 wurde die Bindung von Frauenfüßen abgeschafft. Ab 1949 wurde in der Volksrepublik der Internationale Frauentag anerkannt – in der BRD war die Teilnahme am Frauentag mitunter ein „Punkt“ bei den Berufsverboten. Die ökonomische Selbstständigkeit der Frau wird in China systematisch gefördert: 2017 waren 340 Millionen Frauen Arbeiter, doppelt so viele wie 1978. Der Gender-Pay-Gap wird gezielt durch die regierende KP, den Frauenverband und die Gewerkschaften verringert: 2023 lag er bei 12 Prozent – in der BRD lag er 2025 bei 16 Prozent. Von den Delegierten des nationalen Volkskongresses sind 27,9 Prozent Frauen, genauso viele wie die Parlamentarier in der BRD.
Mithilfe eines staatlichen Plans versucht China seit 2021, die Hausarbeit besser aufzuteilen. Dazu wurden der bezahlte Urlaub erhöht und Vaterschaftsurlaub eingeführt. Die„Familienbildung“ bekommt stärker den Inhalt der Gleichberechtigung.
Wir machen niemandem etwas vor. Mit der Klassengesellschaft entstanden, dauert die Frauenunterdrückung an und wird erst im Aufbau des Sozialismus überwunden. Auch die chinesischen Genossen und der Allchinesische Frauenverband sprechen von Problemen. Aber anders als in der ver.di-Zeitung behauptet kämpft die von Xi Jinping geleitete KP Chinas um die Befreiung der Frau.
Für uns stellt sich nun ernsthaft die Frage: An der Seite der eigenen herrschenden Klasse auswärtige „Machthaber“ kritisieren, oder sich wie die chinesischen Frauen auf die eigene Kraft verlassen? Wir haben gewählt!









