Zu „Machtspiele“, UZ vom 24. Juli

Die Infantinos

Roland Winkler, Aue

Die Infantinos sind in der Markwirtschaft, in der es um nichts anderes geht als um die maximale Profitabilität bei der Ausbeutung der Arbeitskraft, Natur, Umwelt und allem, was sich zur Ware machen lässt, nicht erst seit heute unterwegs. Sie werden nur immer dreister und unverschämter, brutaler und krimineller mit immer schwächer werdendem Widerstand. Infantino wurde beim Milliardengeschäft der Fußballprivatisierung zunächst Einhalt geboten – von anderen Profiteuren im Geschäft. Die Infantinos haben sich seit Jahrzehnten im vereinten Deutschland bei Gesundheit, Pflege, Wohnen, Post, Bahn, Öffentlichen Dienstleistungen, Bildung, Kultur und Sport längst platziert – mit verheerenden Folgen. Wie ließe sich der neueste mediale Aufreger verständlicher erklären als es Marx und Engels schon vor langer Zeit taten? Zum Beispiel Friedrich Engels: „Alle gesellschaftlichen Funktionen des Kapitalisten werden jetzt von besoldeten Angestellten versehn. Der Kapitalist hat keine gesellschaftliche Tätigkeit mehr, außer Revenueeinstreichen, Kuponabschneiden und Spielen an der Börse, wo die verschiednen Kapitalisten untereinander sich ihr Kapital abnehmen.“ Geht es denn noch aktueller? Das zeigt, warum Antikommunismus aktuell ist und bleibt.

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"Die Infantinos", UZ vom 7. August 2026



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