DKP-Aktionstage zum 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe

75 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki wächst die Gefahr eines Atomkrieges. Der neue Kalte Krieg der NATO gegen Russland und China wird zugespitzt und das atomare Waffenarsenal modernisiert. Die USA besitzen seit 2019 U-Boote mit sogenannten „taktischen“ Atomsprengköpfen und im rheinland-pfälzischen Büchel werden die US-Atombomben aufgerüstet, um zielgenauer zu sein. Um diese Bomben im Rahmen der „nuklearen Teilhabe“ Deutschlands ausfliegen zu können, kauft Kriegsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) neue Kampfbomber. Die Zerstörung Europas in einem nuklearen Inferno wird einkalkuliert.

Die DKP hat ihre Mitglieder aufgerufen, am 6. August, dem Hiroshima-Tag, und dem darauffolgenden Wochenende auf die Straße zu gehen, über die atomare Aufrüstung aufzuklären und dagegen zu protestieren.

Hier nun einige Impressionen:

Berlin: Die DKP Berlin beteiligte sich am 3. August an der Friedens-Infotour der FRIKO Berlin mit einer Kundgebung am U-Bahnhof Südstern. „Es ist gut, dass 12.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen sollen. Aber wir sagen: Nehmt eure Atombomben gleich mit und verschrottet sie“, so der Vorsitzende der DKP-Berlin, Stefan Natke.

Stuttgart: Die DKP Stuttgart beteiligte sich am Freitag, den 7. August an der Kundgebung der Friedenskoordination Stuttgart. Die US-Kommandos Eucom und Africom sollen laut Plänen der US-Regierung in das belgische Mons verlegt werden. “Die US-Kommandozentralen Eucom und Africom in Stuttgart Vaihingen und Möhringen schließen! Die Betonung liegt auf ‘schließen’, nicht verlagern”, sagte eine Vertreterin der DKP Stuttgart auf der Kundgebung. Siehe hierzu “US-Kommandozentralen schließen, nicht verlegen!”

Duisburg: Die DKP Duisburg demonstrierte mit anderen Friedensaktivisten zusammen in der Innenstadt und forderten “Atomwaffen raus aus Deutschland”.

Bochum: Die DKP Bochum veranstaltete einen Infostand und verteilte das Friedensinfo der DKP.

Loreley: Die SDAJ Rheinland-Pfalz spannten letztes Wochenende auf dem berühmten Felsen über dem Rhein im Rahmen ihrer Kampagne “Statt Atomtod: Gesundheit für alle!” Transparente. UZ berichtete

Eberswalde: Friedensaktivisten und Mitglieder von Linkspartei, Rotfuchs und DKP waren gemeinsam in Eberswalde aktiv und erinnerten an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren.

Aachen: Auf dem Münsterplatz beteiligten sich DKP, SDAJ und Friedensinitiativen an einer Mahnwache der DFG-VK mit etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Aachen: Auf dem Münsterplatz beteiligten sich DKP, SDAJ und Friedensinitiativen an einer Mahnwache der DFG-VK mit etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Düren: In Düren versammelten sich am 6. August auf Einladung der Friedensgruppe Düren etwa 30 Personen am Friedensdenkmal am Haus der Stadt, das vor einem Jahr eingeweiht worden war, um an den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren zu erinnern. Neben weiteren sprach eine Vertreterin der IPPNW.

Hamburg: Die DKP Hamburg hielt mit rund 20 Genossinnen und Genossen, darunter auch Mitglieder der KKE und der Linkspartei, eine Kundgebung am sogenannten Kriegsklotz am Dammtor ab. Sie verteilten das Friedensinfo der DKP und machten in Redebeiträgen unter anderem deutlich, dass das Gedenken an Hiroshima verbuinden ist mit der Forderung nach Abzug und Vernichtung der US-Atomwaffen.

DKP Hamburg

Soest: Die DKP Hamm/Hellweg organisierte einen Infostand in der Altstadt von Soest.

Gießen: Die DKP in Gießen wiederholte anlässlich der 75. Jahrestage von Hiroshima und Nagasaki ihre langjährige Forderung einen bislang namenlosen Platz Hiroshima-Platz zu nennen und nahm erneut eine symbolische Umbenennung vor.

Gießen: Für die DKP erläuterte Martina Lennartz die Aktion in einer kurzen Rede.

Hattingen: Die DKP in Hattingen führte am 6. und 8. August Mahnwachen durch und forderte den Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel.

Heidelberg: Nie wieder Hiroshima! Protest in der Nähe des Hauptbahnhofes vor dem Hauptgebäude von Heidelberger Druck.

Köln: Mitglieder der DKP verteilten am Gedenktag für Hiroshima Friedensinfos der DKP.

Michelstadt: An einer Antikriegskundgebung in Michelstadt mit Die-in-Aktion beteiligten sich neben den Naturfreunden weitere Friedensgruppen, Initiativen und auch die DKP.

Mörfelden: Die DKP Mörfelden-Walldorf und die SDAJ hatten am Freitag, den 7.8. 2020, eine kleine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz in Walldorf organisiert. Dem Aufruf waren trotz der Corona-Beschränkungen etwa 40 Teilnehmer gefolgt, darunter auch Vertreter der VVN-BdA und der Partei „Die Linke“. Für Die DKP Mörfelden-Walldorf sprach Tim Beyermann. Er hat ein Jahr in Osaka studiert und Hiroshima im Zuge seiner Studien besucht. Dort hatte er die Möglichkeit, mit Überlebenden der Atombombe zu sprechen. Außerdem hat er in Japan eine Studienarbeit über Nuklearwaffen in den internationalen Beziehungen geschrieben. Die Kundgebungsteilnehmer hatten am Bahnhofsgebäude ein Transparent mit der Aufschrift “Atomwaffen abschaffen, Rüstungslobby umboxen” angebracht und mit umweltfreundlicher Sprühkreide die Symbole der Anti-Atom-Bewegung auf dem Straßenbelag des Vorplatzes aufgemalt.

Münster: In Münster erinnerte ein Bündnis aus Friedeninitiativen an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Auf Plakaten forderten die Demonstranten die Bunderegierung dazu auf, dem bereits seit 2017 vorliegenden Vertrag der Vereinten Nationen zum Verbot von Atomwaffen beizutreten. Weitere Forderungen waren der Abzug der US-Atomwaffen aus dem Militärstützpunkt Büchel in der Eifel sowie die Umwidmung von Militärausgaben in Gelder für Gesundheit und Bildung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger blieben stehen, um den Friedenliedern und Reden zuzuhören. Auch aus den vorbeifahrenden Autos waren die großen Transparente am Rande der Veranstaltung gut zu erkennen.

Schwerin: Mitglieder und Freunde der DKP forderten beim Sommerfest der DKP „Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze“ und beteiligten sich an einer Kundgebung zum Jahrestag von Hiroshima.

Trier: Die DKP in Trier führte anlässlich der DKP-Aktionstage einen Infotisch durch.

Torgau: In Torgau warben die Genossen mit einer Aktion auf der Elbbrücke für die große Friedensdemonstration am 3. Oktober.

Torgau

Regensburg: Auf dem Neupfarrplatz in Regensburg gestaltete die Ortsgruppe pax christi Regensburg am Samstag, den 8. August 2020, eine Mahnwache. Zentrales Element war ein immer wieder über Lautsprecher live verlesener Text, der sowohl die verheerenden Ereignisse vom August 1945 als auch die Forderungen zur atomaren Abrüstung in Erinnerung rief. Ebenso wurde die aktuelle Diskussion zum Abzug der in Deutschland gelagerten Atomwaffen, wie um die Nachrüstung von Kampfbombern angesprochen. Auch dass die Bundesrepublik Deutschland das Atomwaffenverbot der Vereinten Nationen immer noch nicht unterschrieben hat, wurde angemahnt. Der vorgetragene Appell schloss mit der Forderung nach einem sofortigen Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland als Schritt zu einer atomwaffenfreien Welt.

Regensburg

Cottbus: Demonstration zu Hiroshima und Nagasaki am 8. August in Cottbus mit ca. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Cottbus

Kiel: Rund 100 Teilnehmer kamen zur Kundgebung der Friedensbewegung in Kiel.

Kiel

Weitere Aktionsfotos bitte an: redaktion@unsere-zeit.de

(Stand: 12. August 2020)

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