Zu „Wer nicht hören will, muss fühlen“ und „Freiheit kostet“, UZ vom 17. September

Impfpflicht schützt

Fritz Dittmar, Hamburg

In beiden Artikeln greift der Ansatz zum Thema zu kurz. Beide haben natürlich recht, wenn sie die unterschiedlichen Auswirkungen der jetzt angedachten Maßnahmen für „Arm und Reich“ verurteilen. Aber für alle kann der Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht im Ermessen der Individuen stehen. Wer an der Auffassung festhält, die Erde sei in Wirklichkeit eine Scheibe, richtet damit keinen Schaden an. Es ist sein gutes Recht, zu Hause zu bleiben, um nicht über den Rand herunterzufallen. Wer aber verbreitet, Alkohol schade nicht der Fahrtüchtigkeit, den muss der Staat durch entsprechende Sanktionen daran hindern, besoffen Auto zu fahren, weil er sonst Leben und Gesundheit anderer gefährdet. Ebenso wäre es Aufgabe des Staates, die Bevölkerung durch Einführung einer allgemeinen Impfpflicht vor Corona zu schützen. Dass die Impfung die Geimpften und ihr Umfeld wirkungsvoll schützt, ist eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache. Für die Einsicht in die Notwendigkeit der Impfpflicht genügt schon ein Blick auf die Zahl der Corona-Toten, bei uns fast 100. 000 und weltweit viele Millionen. Deshalb wäre es unsere Aufgabe, die allgemeine Impfpflicht zu fordern. Wir können es nicht dulden, dass der Staat zum Schutz der Profite der Pharmaindustrie den Urheberschutz für die Impfstoffe schützt statt der Gesundheit der Bevölkerung.

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"Impfpflicht schützt", UZ vom 8. Oktober 2021



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