Vor mehr als drei Jahren sorgte das Schmähgedicht des TV-Satirikers Jan Böhmermann gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für eine diplomatische Krise. Er wirft jetzt der Bundeskanzlerin vor, ihn mit ihrer öffentlichen Bewertung vorverurteilt zu haben. Angela Merkel hatte das Gedicht in einem Telefonat mit der türkischen Regierung als „bewusst verletzend“ bezeichnet. Böhmermann fordert nun eine Unterlassungserklärung. Am 16. April verhandelt das Berliner Verwaltungsgericht darüber.