Ich begrüße nachdrücklich, dass Sie der Fake-Autorin Iris Geipel und ihren Unterstützern so entschieden entgegentreten. Die Verlautbarungen von Frau Geipel fallen unter die Rubrik „Immer noch schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten“ (Brecht, „Lukullus“) und entlarven, da Frau Geipel sie niemals faktisch belegt, sich selbst. Dass sie im vorliegenden Fall den kommunistischen Widerstand in den KZs verunglimpft und die für das Überleben entscheidende Solidarität der Gefangenen leugnet, war bei ihr nicht anders zu erwarten. Sie liegt damit voll im Mainstream, aber wir müssen Leuten wie ihr umso schärfer widersprechen. Ich bin Jahrgang 1950 und erinnere mich genau, wie Überlebende der KZs zu uns in die Schule kamen und berichteten. Für uns, damals noch Kinder, war das nicht immer leicht auszuhalten. Doch es war eine prägende Begegnung mit lebendiger Geschichte und machte uns die Würde der Kämpfer gegen den Faschismus bewusst.
Prägende Begegnungen
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"Prägende Begegnungen", UZ vom 15. Mai 2026


