Proteste gegen US-Überfall auf Venezuela in ganz Deutschland

Spontane Solidarität

Nach dem völkerrechtswidrigen Überfall der USA auf Venezuela haben Menschen an vielen Orten in der BRD mit spontanen Kundgebungen und Demonstrationen gegen diesen Akt des Staatsterrorismus protestiert.

In Berlin versammelten sich am Samstagabend über 2.000 Menschen vor der US-Botschaft am Pariser Platz. Redner mehrerer beteiligter Organisationen verurteilten den militärischen Angriff auf die Souveränität Venezuelas und prangerten den Einsatz imperialistischen Terrors zur Aneignung venezolanischen Öls und seltener Mineralien an. Die Eskalation Donald Trumps bedrohe nicht nur Venezuela, sondern ganz Südamerika. Das Ziel der US-Regierung, die politischen Errungenschaften der Bolivarischen Republik und deren Bedeutung für Südamerika zu untergraben, müsse entschieden zurückgewiesen werden.

In Hamburg trafen sich gut 200 Teilnehmer zu einer spontanen Kundgebung am Samstagabend auf dem Hachmannplatz. Viele der Teilnehmer demonstrierten anschließend durch die Innenstadt.

In München demonstrierte etwa 500 Teilnehmer auf dem Odeonsplatz. Die Entführung von Nicolás Maduro und dessen Ehefrau sei die Fortführung des Terrors, mit dem die US-Regierung schon zuvor Regierungsmitglieder fremder Staaten ermordet hätten, sagte der Redner der DKP München. Der US-Imperialismus trete jetzt noch aggressiver und brutaler auf.

200 Menschen kamen in Stuttgart auf dem Schlossplatz zusammen. Ein Vertreter der DKP Stuttgart erklärte in seinem Redebeitrag, bei dem kriminellen Überfall der USA gehe es nicht um Drogen, und nicht allein um Öl. Der US-Imperialismus versuche, seine weltweite Hegemonie zurück zu gewinnen. „Der Angriff ist ein Teil des Kampfes gegen den systemischen Rivalen, die Volksrepublik China“, betonte er. Er verurteilte auch das Schweigen der Bundesregierung dazu. „Vielleicht will sich Bundeskanzler Merz wieder dafür bedanken, dass die USA die ‚Drecksarbeit für uns‘ erledigen, wie er es bei der Bombardierung des Iran getan hat.“

Auch in kleineren Städten gab es gut sichtbare Proteste. In Essen versammelten sich am Samstagnachmittag rund 150 Menschen auf dem Limbecker Platz. Die SDAJ Essen hatte die Kundgebung angemeldet. Viele Redner beleuchteten die Zusammenhänge zwischen dem aggressiver auftretenden Imperialismus der NATO-Staaten und der Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland. In Gießen trafen sich etwa 50 am Kugelbrunnen. In Kiel kamen knapp 200 Menschen an der Reventloubrücke zusammen. Dort hatte die örtliche VVN-BdA zu einer Kundgebung aufgerufen. Redner thematisierten die Sanktionen, die die USA völkerrechtswidrig gegen Kuba, Venezuela und andere lateinamerikanische Staaten verhängen.

Weitere Kundgebungen fanden am Wochenende etwa in Bielefeld, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Göttingen, Hannover, Leipzig, Nürnberg, Regensburg und Trier statt.

Fotogalerie:

IMG 9548 - Spontane Solidarität - Berlin, DKP, Essen, Gießen, Hamburg, München, Stuttgart, US-Angriff auf Venezuela, Venezuela - Blog, Aktion
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