Trauer um Heinrich Fink

Der Antifaschist und evangelische Theologe Heinrich Fink ist am 1. Juli in Berlin verstorben. Fink war nach seinem Studium ab 1961 an der Humboldt-Universität tätig, bis 1990 Dekan der theologischen Fakultät und von 1990 bis 1992 Rektor der Universität. Nach seiner Ernennung tauchte plötzlich eine Akte „Heiner“ auf, wonach Fink seit 1969 als Inoffizieller Mitarbeiter für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet haben soll. Im November 1991 entließ ihn die Hochschule. Die Studenten streikten nach seiner Entlassung wochenlang.

Heinrich Fink ließ sich nicht brechen. 1992 war er Mitbegründer des „Komitees für Gerechtigkeit“. Von 1998 bis 2001 saß er als Parteiloser für die PDS im Bundestag, von 2003 bis 2014 war er Vorsitzender der VVN-BdA und anschließend ihr Ehrenvorsitzender.

Heinrich Fink war bis zu seinem Tod aktiver Antifaschist und Kriegsgegner und stand nicht selten auch mit Genossinnen und Genossen der DKP in den ersten Reihen. Er fehlt.

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"Trauer um Heinrich Fink", UZ vom 10. Juli 2020



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