Die IG BAU fordert angesichts von Trockenheit und Waldbränden mehr Prävention. Nach den Feuern im Nationalpark Müritz Mitte Juli wies Christian Beck, der im Bundesvorstand der Gewerkschaft für die Agrar- und Forstwirtschaft zuständig ist, darauf hin, dass Waldbrände längst keine Ausnahmeerscheinungen mehr sind: „Deshalb müssen wir den vorbeugenden Waldbrand- und Klimaschutz deutlich stärker in den Fokus rücken. Es gibt eine Menge Beschäftigte in der Forstwirtschaft und ähnlichen Berufen, die dabei helfen können. Sie müssen wir qualitativ und quantitativ stärken.“
Die Kolleginnen und Kollegen seien regelmäßig im Wald unterwegs und verfügten über wertvolle Kenntnisse vor Ort. Dieses Wissen könne im Ernstfall entscheidend sein, um Brände schneller einzudämmen oder bereits im Vorfeld Risiken zu erkennen und zu minimieren, so die IG BAU. Darüber hinaus könne ein „klimaresilienter Waldumbau“ außerhalb der Großschutzgebiete einen Beitrag zur Verringerung von Brandrisiken leisten.
Dafür brauche es allerdings mehr eigene Fachkräfte in den Bereichen Forstwirtschaft, Naturschutz und Umweltmanagement. Gleichzeitig müsse die Aus-, Fort- und Weiterbildung gestärkt werden. Die Zahl der Beschäftigten in der Forstwirtschaft sei zwischen den Jahren 2000 und 2020 jedoch nahezu halbiert worden, so die IG BAU. „Das ist die falsche Richtung, wir dürfen nicht kürzen, im Gegenteil, die Zahl muss wieder steigen. Personalaufbau ist auf Dauer finanziell gesehen deutlich günstiger als die immensen Schäden, die die Naturgroßfeuer verursachen. Vom Landschaftsbild einmal ganz abgesehen“, so Beck weiter.








