Demo gegen NATO-Manöver

Mehr als 150 Kriegsgegner demonstrierten am vergangenen Samstag in Nörvenich bei Köln gegen das NATO-Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“. Bei dem Manöver, das bis zum 30. Oktober stattfindet, sind 60 Flugzeuge im Einsatz, mehrheitlich Kampfjets, aber auch Überwachungs- und Tankflugzeuge und Langstreckenbomber vom Typ B-52. Geübt wird der Abwurf taktischer Nuklearwaffen – mit maßstabsgerechten Attrappen. Joachim Schramm betonte auf der Auftaktkundgebung auf dem Schlossplatz in Nörvenich für die „Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ (DFG-VK NRW), dass ein solches Atomkriegsmanöver angesichts des Ukraine-Krieges eskalationsträchtig sei. Für den Ukraine-Krieg müsse ein Waffenstillstand vereinbart und eine Verhandlungslösung gefunden werden. Die Demonstranten zogen anschließend mit starker Polizeibegleitung zum Kriegsflugplatz Boelcke. Dort sind neben dem Jagdbombergeschwader „Boelcke“ aktuell auch die atomwaffenfähigen Tornado-Kampfjets aus Büchel stationiert. Gefordert wurden das Ende aller Atomkriegsmanöver, der Abzug der US-Atombomben aus Büchel, die Beendigung der nuklearen Teilhabe der BRD und deren Beitritt zum Atomwaffen-Verbotsvertrag der UNO.

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Über die Autorin

Wera Richter, geboren 1969, ist stellvertretende Parteivorsitzende der DKP und Chefredakteurin der UZ. Die journalistische Laufbahn begann in jungen Jahren mit einem Praktikum bei der UZ mit Rolf Priemer als Chefredakteur. Damals wurde die UZ wieder Wochenzeitung. Später arbeitete die gelernte Gärtnerin im Ressort Innenpolitik der Tageszeitung junge Welt. Auf dem 20. Parteitag der DKP 2013 wurde Wera Richter zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt und übernahm die Verantwortung für die Organisationspolitik. Ein Job, den sie in der SDAJ kennen und lieben gelernt hatte. 2020 löste sie Lars Mörking als UZ-Chefredakteur ab.

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"Demo gegen NATO-Manöver", UZ vom 28. Oktober 2022



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