2.000 Teilnehmer haben am vergangenen Samstag in Wiesbaden gegen die Entwicklung und Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland demonstriert. Zu der Demonstration hatte die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagsfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ aufgerufen. Ein breites Bündnis aus Initiativen und Einzelpersonen unterstützte die Demonstration. Die begann mit einer Kundgebung am Hauptbahnhof. Mittelstreckenraketen seien immer Angriffswaffen, erklärte das Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung. Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, doch keine Mittelstreckenraketen in Deutschland stationieren zu wollen, hatten Aktive der Kampagne erfreut zu Kenntnis genommen. Und mit dem Versprechen reagiert, angesichts deutscher Pläne, nun „in eigener Regie“ Mittelstreckenraketen zu stationieren, erst recht auf die Straße zu gehen. Auf der gut besuchten Abschlusskundgebung auf dem Kranzplatz sprachen unter anderem die US-amerikanische Friedensaktivistin Ann Wright, die gerade erst von der Global Sumud Flotilla zurückgekehrt war, der Stellvertretende Präses der Evangelischen Kirche in Hessen, Wolfgang Prawitz, und der ehemalige Bundestagsabgeordnete Lothar Binding (SPD). Zeitgleich zur Demonstration in Wiesbaden fand im bayerischen Grafenwöhr eine Kundgebung gegen Mittelstreckenraketen statt.
Demonstration gegen Mittelstreckenraketen in Deutschland

(Foto: Aglaja Beyes-Corleis)
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"Demonstration gegen Mittelstreckenraketen in Deutschland", UZ vom 5. Juni 2026







