Kurz vor Beginn am 2. September haben die Filmfestspiele von Venedig einen neuen Titel in den Wettbewerb aufgenommen: Der Dokumentarfilm „Naza“ über den Gaza-Krieg von Yuval Abraham und Rachel Szor gehört jetzt zu den nun 21 Wettbewerbsbeiträgen. Die beiden Regisseure gehörten zum vierköpfigen Regieteam des 2025 mit einem Oscar ausgezeichneten Dokumentarfilms „No Other Land“.
Laut der Filmemacher beleuchtet der nachts auf den Dächern von Tel Aviv aufgenommene Film detailliert das „System hinter Israels gezieltem massenhaften Töten palästinensischer Zivilisten in Gaza“. Der Filmtitel leitet sich von dem im Militärjargon benutzten hebräischen Kürzel für „Kollateralschaden“ ab. Der Dokumentarfilm „No Other Land“ gewann bei der Berlinale 2024 den Dokumentarfilmpreis, die Dankesreden der Filmemacher, in der sie Stellung gegen den Genozid bezogen, sorgte bei den Verfechtern der deutschen Staatsräson für Empörung (siehe UZ vom 1. März 2024). Im Film geht es um die Zwangsräumung palästinensischer Dörfer im Westjordanland. „No Other Land“ gewann 2025 den Oscar für den besten Dokumentarfilm.
Odeh Hatalin, ein Palästinenser aus dem Westjordanland, der an dem Film mitgearbeitet hatte wurde im Juli vergangenen Jahres von einem israelischen Siedler erschossen. In einem der Dörfer, deren Annexion in „No Other Land“ dokumentiert wurde. Hatalin war 31 Jahre alt.








