Parthenon-Fries immer noch im British Museum

Griechenland besteht auf Rückgabe

Aus ZLV

Im jahrzehntelangen Streit um die Parthenon-Friesteile beharrt Griechenland auf der Rückgabe der wertvollen Skulpturen aus London. „Wir bestehen darauf“, sagte Kulturminister Aristidis Baltas der Deutschen Presse-Agentur. Eine Klage vor internationalen Gerichten schloss der Minister nicht aus, dies sei aber nicht der geeignete Moment.

Die antiken Marmorelemente aus der Athener Akropolis sind seit 1816 im Besitz des British Museum. Seit 1982 fordert Griechenland sie zurück, die Briten verweigern dies.

Marmorelement des Parthenon-Fries

Marmorelement des Parthenon-Fries

( Adam Carr/wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/File:Ac marbles.jpg)

Es müsse ein weltweites Bewusstsein entstehen, wie wichtig es sei, dass das Weltkulturerbe vollständig sei, sagte der Minister. Dafür arbeiteten mehrere Vereinigungen und Initiativen weltweit. Noch im Oktober 2014 hatte die Anwältin Amal Clooney, Ehefrau von Hollywood-Star George Clooney, erklärt, die Rückgabe müsse vor internationalen Gerichten verhandelt werden – es sei eine gerechte Forderung. Die Londoner Kanzlei, für die Amal Clooney arbeitet, vertritt Griechenland seit 2011.

Der britische Botschafter Lord Elgin hatte Anfang des 19. Jahrhunderts die am besten erhaltenen Teile („Elgin Marbles“) des Parthenon abbauen und nach England bringen lassen. Er verkaufte sie 1816 an das Britische Museum. 56 von 96 Platten des Frieses befinden sich seitdem dort.

Der Parthenon („Jungfrauengemach“) ist eines der berühmtesten noch existierenden Baudenkmäler des antiken Griechenland.

Athen hat 2009 ein neues Museum unterhalb der Akropolis errichtet. Dort werden die echten und die fehlenden Friesteile als Nachbildungen ausgestellt.

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"Griechenland besteht auf Rückgabe", UZ vom 27. Mai 2016



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