Am vergangenen Wochenende hat das XI. Jahrestreffen des Comité de la Solidaridad con la Revolución Popular Sandinista (CES-RPS) nahe dem italienischen Brescia stattgefunden. Delegationen aus Dänemark, Schweden, Deutschland, Frankreich, Belgien, dem Baskenland, Katalonien und Spanien folgten der Einladung der italienischen Freunde Nicaraguas. Als diplomatische Vertreter der Sandinistischen Regierung in Managua war der Botschafter für Belgien und die EU, César Augusto Castañeda, während des gesamten Treffens anwesend. Aus Nicaragua schaltete sich der dortige Außenminister, Valdrack Jaentschke, für eine Ansprache online zu.
Jaentschke ging auf die aktuelle schwierige Situation in Lateinamerika und im speziellen auf die Zentralamerikas und Nicaraguas ein und berichtete über die internationalen Initiativen seines Landes, ohne dabei die Fortschritte der Sandinistischen Revolution im eigenen Land zu vergessen. Nicaragua ist das Land mit der geringsten Kriminalitätsrate und der höchsten BIP-Wachstumsrate in Zentralamerika.

Eine zentrale Rolle in seinem Beitrag wie generell auf der Konferenz spielte die Forderung Nicaraguas, die 1986 vom Internationalen Gerichtshof (IGH) festgelegte Entschädigungssume von den USA überwiesen zu bekommen. Nicaragua traute sich auch, die BRD wegen ihrer Unterstützung von Israels Genozid in Gaza vor dem IGH zu verklagen.
Der IGH hatte die USA zu einer Zahlung von 17 Milliarden US-Dollar verurteilt – als Entschädigung für den jahrelangen illegalen Contra-Krieg der USA nach dem Sieg der Sandinistischen Volksrevolution 1979. Der Contra-Krieg verursachte immense menschliche und materielle Schäden. Bislang hat Washington keinen einzigen Cent an Managua überwiesen.
Das CES-RPS führt zur Zeit in einigen westeuropäischen Ländern eine Kampagne zu diesem Thema durch, um über diesen unsäglichen Zustand aufzuklären. Sandinistas en Berlín, die deutsche Sektion des CES-RPS, hatte schon auf den UZ-Friedenstagen Ende August in Berlin darüber informiert und Unterschriften für einen entsprechenden Appell gesammelt.
Auf der Konferenz wurden weitere Aktionen gegen die Desinformationskampagne der bürgerlichen Meinungsmacher in Westeuropa besprochen und geplant.
2027 soll das Treffen wieder in der Karl-Liebknecht-Schule der DKP in Leverkusen stattfinden. Dazu werden Solidaritätsinitiativen aus weiteren Ländern eingeladen.








