Am 25. September berichtete DPA: „US-Präsident Donald Trump hat die Einladung von Chinas Staatschef Xi Jinping nach China angenommen. ‚Wir werden uns im November erneut in China treffen und anschließend im Dezember beim G20-Gipfel in Miami, Florida‘, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.“ Und weiter: „Auch Russlands Präsident Wladimir Putin hatte sich angekündigt. Zuvor gab es deshalb Spekulationen über ein mögliches Dreiertreffen zwischen Xi, Trump und Putin. Bestätigt wurde dies bislang noch nicht.“ Die Meldung über das mögliche Dreiertreffen am 18. und 19. November löste wenig Reaktionen aus.
Hinter den Kulissen laufen aber offenbar intensive Vorbereitungen, um bis dahin vollendete Tatsachen auf dem Kriegsschauplatz in der Ukraine zu schaffen. Als das „Wall Street Journal“ am 19. Oktober berichtete, Moskau schlage für Shenzhen einen Gipfel vor, verfiel die westeuropäische Kriegspropaganda in Schnappatmung. Zumal Trump positiv reagierte. Die Wut der Westeuropäer steigerte sich zur Hysterie, als Trumps Unterhändler Steve Witkoff am 21. Oktober Wladimir Putin in St. Petersburg traf und beide Seiten anschließend ein Dreiertreffen von USA, Russland und Ukraine in Abu Dhabi ab dem 10. November in Aussicht stellten. An dem sollten zwar hohe Beamte aus Staaten der Europäischen Union teilnehmen, beim Katzentisch für die EU soll es aber bleiben.
Der deutsch geführte EU-Imperialismus sah sich in seinen Kriegszielen gegen Russland bedroht. Am 17. Oktober hatte der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ die Marschrichtung festgelegt: „Die Sowjetunion ist am Ende an ihrer schwindenden ökonomischen Kraft gescheitert. Das wird jetzt ähnlich sein. Am Ende sind Marktwirtschaft und Demokratie stärker.“
Es geht wie seit jeher deutschen Imperialisten um Zerlegung und Kolonisierung Russlands. Der dazugehörige antirussische Rassismus beherrschte entsprechend die Kommentare deutscher Blätter. Die FAZ setzte wieder einmal Putin mit Hitler gleich, die „TAZ“ sprach von „schändlichem Verrat“ Trumps und der „Spiegel“ phantasierte von „Jalta 2.0“ und behauptete: „Wladimir Putin plant eine unheilvolle Allianz mit Donald Trump und Xi Jinping. Die EU hat die Mittel, das zu verhindern.“ Nämlich die Sanktionierung chinesischer Firmen, die Russland belieferten.
Beim Propagandagetöse blieb es nicht. Am 25. Oktober berichtete DPA, die Bundeswehr werde sich im November in Polen, Rumänien und dem Schwarzen Meer „am ersten Militärmanöver der ‚Koalition der Willigen‘ zur Unterstützung der Ukraine beteiligen.“ Am 26. Oktober berichtete die „Financial Times“: „Deutschland bereitet sich darauf vor, in der Ukraine entwickelte, kostengünstige Marschflugkörper für die eigenen Streitkräfte zu erwerben.“ Es handele sich um die strahlgetriebene „Bars“ – ukrainisch für „Schneeleopard“ – mit einer Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern und einer Nutzlast von bis zu 105 Kilogramm. In den vergangenen Monaten sei die „Bars“ auch in Deutschland im Rahmen eines weitgehend geheimgehaltenen Joint Ventures hergestellt worden. Die erste Charge der von Deutschland auch finanzierten „Bars“ sei im Oktober an Kiew übergeben worden, 2027 erhalte auch die Bundeswehr die Waffe.
Der Ersatz für den „Taurus“ ist demnach da. Russland wird stärker als bisher angegriffen – mit „Marktwirtschaft und Demokratie“.

