Sehr konkret – und auf den UZ-Friedenstagen in Berlin

Solidarität mit dem Donbass

Am 16. Juni halfen Mitglieder der DKP Berlin bei einer Solidaritätsaktion für den Donbass. Gemeinsam mit anderen Antifaschisten beluden sie einen Lkw mit medizinischen Geräten und Möbeln aus einer Klinik. Die Aktivisten hatten zuvor an einer Auktion eines insolventen Krankenhauses teilgenommen und hochwertiges und funktionstüchtiges Material ersteigert, das im Donbass für medizinische Einrichtungen, Schulen und Kindergärten bestimmt ist.

Damit wurde in diesem Jahr bereits der 48. Spendentransport auf den Weg gebracht. Organisiert wird die konkrete Solidarität von dem Aktionsbündnis Zukunft Donbass, das 2016 die ersten beiden Lastwagen mit medizinischen Hilfsgütern nach Lugansk brachte.

Im Donbass herrscht seit 2014 Krieg – vor allem gegen die Zivilbevölkerung. „Es gab Minsk 1 und Minsk 2. Der Beschuss der zivilen Infrastruktur blieb“, so das Aktionsbündnis auf seiner Homepage. Während der gesamten Zeit des Konflikts seien Krankenhäuser und andere zivile Einrichtungen unter Beschuss geraten und zum Teil irreparabel beschädigt worden. Zur Zeit unterstützt der Verein Krankenhäuser in Donezk, Makeewka, Ilowaisk und anderen Orten im Donbass. Als Spender werden unter anderem Kliniken, Arztpraxen und Privatleute angesprochen, die Geräte aussortieren und dem Hilfsprojekt unentgeltlich zur Verfügung stellen. Angesprochen und gesucht werden auch Hersteller von medizinischen Geräten und Firmen, die zum Beispiel Babynahrung und Sanitärtechnik herstellen.

UZ-Leserinnen und UZ-Lesern ist die Solidarität mit dem Donbass nicht fremd. Mehrfach begleiteten Genossen der DKP und diese Zeitung die Antifaschistische Karawane, initiiert von der italienischen Band Banda Bassotti, in den Donbass. Wenn da jetzt was klingelt, ist das ganz richtig. Das ist die Band, die auf den UZ-Friedenstagen in Berlin am Samstag, den 29. August, vor dem FMP1 „umsonst und draußen“ zu erleben ist.

Bereits am Freitag, den 28. August, wird es auf den Friedenstagen einen Soli-Abend mit dem Donbass geben. Gezeigt werden die Filme „Leben und Sterben im Donbass“ und „Die Geschichte wiederholt sich“. Im Anschluss gibt es ein Gespräch mit dem Filmemacher Wilhelm Domke und Teilnehmern der Antifaschistischen Karawane.

Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Kritischer Journalismus braucht allerdings Unterstützung, um dauerhaft existieren zu können. Daher freuen wir uns, wenn Sie sich für ein Abonnement der UZ (als gedruckte Wochenzeitung und/oder in digitaler Vollversion) entscheiden. Sie können die UZ vorher 6 Wochen lang kostenlos und unverbindlich testen.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Solidarität mit dem Donbass", UZ vom 3. Juli 2026



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Haus.



    Spenden für DKP
    Unsere Zeit