In Norddeutschland haben in der vergangenen Woche Hunderte Beschäftigte für bessere Löhne gestreikt. Am 5. Juni legten Kolleginnen und Kollegen an den Bela-Lagerstandorten in Neumünster und Gleschendorf sowie am Penny-Lager in Norderstedt die Arbeit nieder. Am 6. Juni folgten Streikversammlungen in Lübeck und Neumünster. In Kiel streikten Beschäftigte von Ikea, Citti und H&M.
In Baden-Württemberg legte die Kapitalseite in der zweiten Verhandlungsrunde ein erstes Angebot vor: Nach sechs Nullmonaten sieht es eine Erhöhung um 2 Prozent ab Oktober 2026 vor. Ab Juli 2027 sollen weitere 1,5 Prozent folgen. Die Laufzeit soll 24 Monate betragen. ver.di lehnte das Angebot als völlig unzureichend ab, weil es weitere Reallohnverluste für die 500.000 Beschäftigten bedeuten würde. ver.di fordert 300 Euro mehr Lohn, 150 Euro mehr Ausbildungsvergütung und eine Laufzeit von 12 Monaten. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 8. Juli statt.
Am 4. Juni streikten Beschäftigte des Groß- und Außenhandels in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Davon waren das Rewe-Zentrallager Nossen sowie Metro und Edeka Foodservice in Dresden betroffen. Die Kapitalseite hatte auch hier ein inakzeptables Angebot vorgelegt. ver.di fordert für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel 7 Prozent mehr Lohn oder mindestens 220 Euro im Monat sowie 150 Euro mehr Ausbildungsvergütung. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. Die nächste Verhandlung findet am 30. Juni in Dresden statt.








