Heute ist kein Einkaufstag

… heute ist Streiktag! Am 8. Juli hat auch der dritte Gesprächstermin in der Tarifrunde Einzelhandel in Baden-Württemberg ohne Tarifergebnis geendet. Die Kapitalseite bot sechs Nullmonate, eine Entgelterhöhung um 2,4 Prozent ab Oktober 2026, sowie eine weitere Entgelterhöhung um 2 Prozent ab dem 1. Juli 2027. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 24 Monate betragen.

Das ist zu wenig, um davon leben zu können, so die Reaktion der Beschäftigten. Denn in der Branche wird schlecht bezahlt. Die Beschäftigten bleiben bei ihren Forderungen: 300 Euro mehr, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro sowie eine Laufzeit von 12 Monaten.

Am 17. Juli streikten rund 850 Beschäftigte in Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn sowie in Freiburg, Konstanz und Umgebung, unter anderem aus den Betrieben von Kaufland, IKEA, Primark, H&M und COS, Zara sowie OBI. Die Warnstreiks wurden am 18. Juli fortgesetzt mit einem Flashmob vor H&M in der Stuttgarter Königstraße (siehe Foto). Die Polizei war schnell zur Stelle, um den Eingang zu H&M, von den Streikenden teilweise blockiert, wieder freizumachen.

Die Antwort der Beschäftigten lautete: „Heute ist kein Einkaufstag, heute ist Streiktag.“ Nach dem Flashmob nahmen die Kolleginnen und Kollegen an der Demo „Kommunen am Limit“ teil.

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