Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hat eine Halbjahresbilanz zu den Tariflöhnen vorgelegt. Demnach steigen die Tariflöhne in diesem Jahr nach den bisher vorliegenden Vereinbarungen um durchschnittlich 3,1 Prozent. Das ist wenig, aber mehr als 2025 (2,6 Prozent).
Die offizielle Inflationsrate lag im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich bei 2,4 Prozent. Das WSI warnt jedoch, dass die Preise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg noch einmal deutlich gestiegen sind. Gerade in den unteren Lohngruppen wiegen die Preissteigerungen bei Miete, Energie und Lebensmitteln besonders schwer, weil sie einen Großteil der monatlichen Ausgaben ausmachen. Tarifabschlüsse müssten deshalb dafür sorgen, dass Beschäftigte nicht erneut an Kaufkraft verlieren. Das war besonders in den Jahren 2021 bis 2023 der Fall. Die Realeinkommen seien in dieser Zeit aufgrund der hohen Inflation deutlich gesunken, so das WSI. Dieser Verlust sei mit den bisherigen Tarifabschlüssen nicht kompensiert worden.








