Der Weltgewerkschaftsbund (World Federation of Trade Unions – WFTU) hat seine Mitgliedsorganisationen dazu aufgerufen, den Internationalen Aktionstag der Hafenarbeiter am 30. Oktober zu unterstützen. Die Initiative geht auf Hafenarbeitergewerkschaften zurück und richtet sich gegen den Transport von Waffen und militärischer Ausrüstung in Kriegsgebiete.
Bereits am 6. Februar hatte es einen solchen Aktionstag gegeben, an dem sich Arbeiterinnen und Arbeiter in 20 Häfen und sieben Ländern beteiligten und streikten. Dieses Mal soll die Beteiligung größer und internationaler werden: Zu den Organisatoren gehören in Europa griechische, französische, italienische, baskische und türkische Gewerkschaften. Der Weltgewerkschaftsbund geht von einer Beteiligung in mehr als 60 Häfen aus. In Hamburg hat die ver.di-Fachgruppe Luftverkehr und Maritime Wirtschaft dazu aufgerufen, sich an einer Kundgebung gegen soziale Angriffe, Krieg und Militarisierung im Hamburger Hafen zu beteiligen. Sie findet um 12:30 Uhr am Dessauer Ufer im Hamburger Hafen statt (vor dem Lagerhaus G, das zum Außenlager des KZ Neuengamme gehörte).
Der Aktionstag wurde im Mai auf einem internationalen Treffen der Hafenarbeitergewerkschaften in Istanbul beschlossen. Zu den Initiatoren gehören CGT Ports et Docks in Frankreich, ENEDEP in Griechenland, LAB im Baskenland, Liman-İş in der Türkei, ODT in Marokko und USB in Italien. Die Istanbuler Erklärung fordert unter anderem ein Ende des Völkermords an den Palästinensern, lehnt die Angriffe der USA und Israels auf den Iran ab und spricht sich gegen die Umwandlung von Häfen in Militärbasen aus. Gleichzeitig fordern die beteiligten Gewerkschaften Reallohnerhöhungen, sichere Beschäftigung, kürzere Arbeitszeiten, verbesserte Renten und stärkere Arbeitsschutzmaßnahmen.







