Israel weist den „Fahrplan“ des „Friedensrats“ für eine Entwaffnung der Hamas und einen Abzug Israels aus dem Gazastreifen zurück. „Israel lehnt das 15-Punkte-Dokument ab“, so Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während einer Kabinettssitzung in Jerusalem. „Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist“, betonte er. Dabei beziehe er sich ausdrücklich auf alle Waffen, nicht nur schwere. Außerdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates.
Nach dem „Fahrplan“ des „Friedensrats“ sollen Israel und die Hamas „die Kämpfe“ einstellen. Eine palästinensische Übergangsverwaltung soll mit Unterstützung einer internationalen Stabilisierungstruppe die Kontrolle über Verwaltung und Sicherheit übernehmen. Zudem ist ein Abzug der israelischen Armee vorgesehen. Die von der Hamas unter internationaler Aufsicht übergebenen Waffen sollen anschließend unter palästinensischer Kontrolle bleiben. Dies lehnt Israel jedoch ab und fordert, die Waffen müssten aus dem Palästinensergebiet entfernt werden.
Rund 1,9 Millionen Menschen, etwa 90 Prozent der Bevölkerung von Gaza, haben seit dem Beginn der israelischen Angriffskrieges im Oktober 2023 laut Angaben der UNO ihr Zuhause verloren. 70.000 Palästinenserinnen und Palästinenser wurden getötet. Unabhängige wissenschaftliche Schätzungen (wie vom Max-Planck-Institut) gehen aufgrund von indirekten Folgen und nicht erfassten Vermissten von mindestens 100.000 Todesopfern aus.








