Israel schiebt ab

Israel werde rund 40 000 Flüchtlinge im Land in Drittländer abschieben, kündigte Ministerpräsident Netanjahu am Sonntag an. Seine Regierung betrachtet die vor allem aus Eritrea und dem Sudan stammenden Flüchtlinge als illegale Einwanderer. Asylanträge werden nur in extrem seltenen Fällen gebilligt. Netanjahu sprach von einem dreistufigen Herangehen. Mit dem Bau einer Sperranlage an der Grenze zu Ägypten sei der Zustrom von Flüchtlingen praktisch auf Null zurückgegangen. Rund 20 000 afrikanische „Eindringlinge“ seien bereits abgeschoben worden. Die dritte Phase der „intensivierten Abschiebung“ sei dank einer internationalen Vereinbarung möglich. Medienberichten zufolge handelt es sich um eine Vereinbarung mit Ruanda und Uganda. Im Zuge des Abschiebungsplans will Israel das Internierungslager Cholot in der Negev-Wüste schließen. Viele Migranten leben auch in ärmlichen Vierteln Tel Avivs.

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"Israel schiebt ab", UZ vom 24. November 2017



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