Tarifverhandlungen an Seehäfen: ZDS sieht Reallohnverlust als "finales" Angebot

Keine Einigung

Zwei Wochen nach den letzten Warnstreiks verhandelten ver.di und der „Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe“ (ZDS) am Mittwoch in neunter Runde, ohne ein Ergebnis zu erzielen. Im Tarifkonflikt um die Löhne der Hafenarbeiter gibt der ZDS an, sein „finales“ Angebot vorgelegt zu haben. Es sieht nach eigenen Angaben eine Lohnerhöhung von 12,5 Prozent für die Containerbetriebe und 9,6 Prozent für konventionelle Betriebe vor – allerdings nicht auf 12, sondern auf 24 Monate Laufzeit gerechnet. Für Beschäftigungssicherungsbetriebe mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Sanierungstarifvertrag will der ZDS sogar nur 5,5 Prozent anbieten.

ver.di verweist auf die aktuelle Inflation von derzeit knapp acht Prozent und will eine Sicherung der Reallöhne für alle Beschäftigten.

Am 22. August wird weiterverhandelt. Bis dahin sollen nach einem gerichtlichen Vergleich keine weiteren Warnstreiks stattfinden. Die Hafenarbeiter hatte durch ihre Streiks den Güterumschlag in Hamburg, Bremerhaven und anderen wichtigen Häfen an der Nordsee lahmgelegt.



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