Kriegshaushalt

Im Entwurf des neuen Haushaltsplans des Bundes nehmen Militär- und Rüstungsausgaben einen noch größeren Raum ein als bislang. Allein im Kernhaushalt des sogenannten „Verteidigungsministeriums“ sollen im kommenden Jahr mehr als 109 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Hinzu kommen 30 Milliarden Euro aus dem auslaufenden „Sondervermögen“ der Bundeswehr. Zugleich steigen die Zinsausgaben auf mehr als 43 Milliarden Euro an. Damit werden vor allem die aufgenommenen „Sondervermögen“ und Kriegskredite bezahlt. Auch die Zinsausgaben sollen in den kommenden Jahren weiter drastisch ansteigen. Im Jahr 2028 rechnet der Bund bereits mit mehr als 55 Milliarden Euro Zinsen. Allein für den Schuldendienst und militärische Ausgaben kommen im Jahr 2027 so rund 180 Milliarden Euro zusammen. Der Gesamtetat des Kernhaushaltes beträgt 555,4 Milliarden Euro. Damit fließt im kommenden Jahr knapp jeder dritte Euro in die Kriegsvorbereitung.

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"Kriegshaushalt", UZ vom 18. September 2026



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