Krisensitzungen bei VW

Seit Dienstag finden an den Standorten des VW-Konzerns Betriebsversammlungen statt. Der Vorstand stellt dort seine Pläne vor. Geplant sind ein weiterer massiver Stellenabbau, auch Werkschließungen sind möglich. VW-Chef Oliver Blume sprach bereits Anfang des Jahres von einer Verschärfung des jetzigen Kurses.

Die Chefin des VW-Gesamtbetriebsrats, Daniela Cavallo, sagte laut NDR in Wolfsburg: „Unser Vertrauen in diesen Konzernvorstand, insbesondere auch in dessen Vorsitzenden Oliver Blume, ist beschädigt. Noch nicht irreparabel. Aber beschädigt.“ IG Metall und Betriebsrat hatten in der Vergangenheit offenbar „im Vertrauen“ Zugeständnisse an den Konzernvorstand gemacht und im Gegenzug eine Beschäftigungssicherung vereinbaren können. Diese ist durch die Ankündigungen von VW-Chef Blume infrage gestellt.

Konkret bedroht sind laut Medienberichten die Werke Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. In Osnabrück soll mit der Produktion von Automobilen bereits 2027 Schluss sein. VW will das Werk an einen israelischen Rüstungskonzern verkaufen. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies befürwortet diese „Perspektive“, die Produktion auf Kriegsgerät umzustellen, in einem Interview mit dem Deutschlandfunk auch für andere VW-Werke.

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"Krisensitzungen bei VW", UZ vom 28. August 2026



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