Massive Polizeigewalt in Lützerath

Mit Pfefferspray, Schlagstöcken, Hunden, Pferden, Wasserwerfern und Räumpanzern ging die Polizei gegen rund 35.000 Demonstrantinnen und Demonstranten vor, die im rheinischen Braunkohlerevier gegen die Energiepolitik der Ampel demonstrierten. Die massive Polizeigewalt führte zu einer Verletztenzahl im „hohen zweistelligen bis dreistelligen Bereich, darunter viele Schwerverletzte“, wie die Demo-Sanitäter später erklärten. Bilder von blutiggeschlagenen Köpfen und in die Menge stürmenden Polizisten gingen durch die sozialen Medien. Damit auch nicht zu übersehen war, für wessen Interessen hier geprügelt wurde, transportierte man die Gefangenen in RWE-Bussen ab. Hand in Hand mit dem Großkonzern wurde auch der Weiler Lützerath geräumt. So hatten alle was davon: Die Staatsmacht konnte das Arsenal entstauben, die Opposition einschüchtern und die Aufstandsbekämpfung proben. RWE bekommt die Kohle und das gute Gefühl, dass diese Regierung keine Hemmungen kennt, wenn es um die Sicherung der Profite geht.

Über den Autor

Vincent Cziesla (Jahrgang 1988) schreibt regelmäßig die „Kommunalpolitische Kolumne“ für die UZ. Er wurde im Jahr 2014 auf der Liste der Partei „Die Linke“ in den Rat der Stadt Neuss gewählt und arbeitet seitdem als hauptamtlicher Geschäftsführer der Ratsfraktion. Seine kommunalpolitischen Schwerpunkte liegen in der Sozial-, Umwelt-, und Finanzpolitik.

Cziesla studiert Philosophie und Geschichte an der Universität Siegen.

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"Massive Polizeigewalt in Lützerath", UZ vom 20. Januar 2023



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