Kapitalseite will Reallohnverlust durchsetzen - ver.di ruft zu Streiks auf

Post bleibt liegen

Seit gestern um 17 Uhr wird gestreikt: Im Tarifstreit bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten in Brief- und Paketzentren dazu aufgerufen, einen Tag lang die Arbeit niederzulegen.

Zuvor war die zweite Runde der Verhandlungen zwischen Post AG und ver.di ohne Ergebnis geblieben. Die Kapitalseite habe „sehr deutlich geäußert“, dass sie nicht bereit seien, die Inflation auszugleichen, hieß es von ver.di. Der überwiegende Teil der ver.di-Mitglieder bei der Deutschen Post AG hat ein niedriges Einkommen. Reallohnverluste könnten sie nicht verkraften, so ver.di. Die Gewerkschaft verweist auf Milliardengewinne des Konzerns.

ver.di fordert für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Post AG eine Lohnerhöhung von 15 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. ver.di kündigte an, dem ganztägigen Streik heute in den nächsten Tagen weitere Streiks folgen zu lassen.

Zu den Hintergründen im Tarifkonflikt bei der Post AG ist in der UZ vom 20. Januar 2023 der Beitrag „15 Prozent – ohne Abstriche“ erschienen:



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